Der_Neujahrsempfang im Hotel Palace des Hotel- und Gaststättenverband Berlin Dehoga war Anlass das Jahr 2015 schon als Rekordjahr zu feiern. Erstmals wird wohl die 30 Millionen Besucher Grenze überschritten worden sein. Nach London und Paris, ist Berlin damit die meist besuchte Hauptstadt Europas. 
 

Berlin erfindet sich immer wieder neu. Das gibt Anlass immer wieder zu kommen und der Tourismus hat sich in Berlin zum Wirtschaftsfaktor Nummer eins entwickelt. Knapp 200 000 Beschäftigte arbeiten im Tourismussektor, der über neun Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet hat. Rund 1.500 Veranstaltungen gibt es durchschnittlich an jedem Tag in Berlin – vom Neujahrslauf am 1. Januar bis zur Silvesterparty am 31. Dezember.

2016 wird vor allem ein Jahr der Museen und Galerien.

Vom 1. Juli bis 30. Oktober 2016 zeigt die Gemäldegalerie die Ausstellung „El Siglo de Oro“. Präsentiert werden hier mehr als 100 Arbeiten der spanischen Meistermaler Velázquez, El Greco und Zurbarán. Bildhauerei- und Grafikwerke aus der Blütezeit der spanischen Kunst werden die Schau ergänzen.

Vom 4. Juni bis zum 18. September 2016, findet die 9. Berlin Biennale im KW Institute for Contemporary Art sowie in zahlreichen weiteren Galerien statt. Das New Yorker Künstlerkollektiv DIS stellt das Kuratorenteam. DIS sind aktuell in der Ausstellung „Ocean of Images“ im New Yorker Museum of Modern Art vertreten.

Ob schwarz-weiß oder in Farbe: Der 7. Europäische Monat der Fotografie Berlin vereint ab dem 1. Oktober 2016 alle Dimensionen der Fotokunst. Viele Kulturinstitutionen, Galerien und Projekträume öffnen ihre Türen für Veranstaltungen rund ums Bild.

Tyrannosaurus Rex Tristan zieht seit kurzem Besucher im Museum für Naturkunde in seinen Bann. Das rund 70 Millionen Jahre alte Originalskelett kann mindestens drei Jahre in Berlin bewundert werden. Eine Ausstellung informiert über sein Leben und seine Artgenossen.

Das Gastgewerbe – Wirtschaftsmotor und Konjunkturfühler

788 Beherbergungsbetriebe mit 134.399 Betten – inklusive sonstiger Beherbergungsbetriebe, zuzüglich sechs Campingplätze – und einer durchschnittlichen Bettenauslastung von 58,3 Prozent sowie 16.828 gastronomische Betriebe der Stadt (Gastronomie, Caterer und sonstige Verpflegungsdienstleister) beschäftigen ca. 59.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte und über 4.200 Auszubildende.

Im Jahr 2014 kamen 11,8 Millionen Gäste in die Stadt, das entspricht einem Plus von 4,8 Prozent gegenüber Vorjahr. Damit betrug der Anteil der Übernachtungen in Berlin gemessen am Gesamtaufkommen Deutschlands 6,8 Prozent. Insgesamt gab es 28.688.683 Übernachtungen im vergangen Jahr. Das sind 6,5 Prozent mehr gegenüber dem Vorjahr.

Die Aufenthaltsdauer der Gäste lag unverändert bei 2,4 Tagen.

Aus dem touristischen Einkommensbeitrag läßt sich ein Beschäftigungseffekt von 275.500 Personen ableiten (inklusive nicht erwerbstätiger, aber mit zu versorgender Haushaltsmitglieder, Jahr 2011). Der touristische Beitrag zum Volkseinkommen betrug damit 7,9 Prozent und 1,08 Milliarden Euro an Steueraufkommen (Jahr 2011).

Der Bruttoumsatz der Tourismusbranche in der Hauptstadt hat sich in zehn Jahren verdoppelt – auf 10,31 Mrd Euro im Jahr 2011. Damit übertrifft der Tourismus Branchen wie Bau und Industrie jeweils um das Vierfache.

Berlin hat sich zunehmend zu einer führenden Kongressmetropole in Europa entwickelt. Das zeigen auch die Ergebnisse der Kongress-Statistik 2014. Demnach fanden in 2014 131.200 ein- und mehrtägige Veranstaltungen mit 10,93 Millionen Teilnehmenden statt. Das entspricht einem Wachstum von 3 Pr0zent bzw. 4 Prozent im Vergleich zu 2013. Die Zahl der Übernachtungen bei Kongressen stieg um 4,5 Prozent auf 7 Millionen. Im internationalen Vergleich zählt die deutsche Hauptstadt zu den wichtigsten Tagungs- und Kongress-Standorten – mit durchschnittlich 30.000 Teilnehmenden und rund 360 Business-Veranstaltungen pro Tag.

Der Tagungs- und Kongress-Markt erzeugte in 2014 einen Gesamtumsatz, der mit 2,2 Milliarden Euro um neun Prozent gestiegen ist. Dadurch werden rund 38.000 Vollzeitarbeitsplätze in der Hotel- und Gastronomiebranche sichergestellt.
Jeder Kongress-Teilnehmende gibt während seines Berlin-Besuches pro Tag durchschnittlich 232 Euro aus – für das Hotelzimmer, beim Abendessen, im Museum oder beim Shopping.
(Quellen: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung, Berlin Tourismus & Kongress GmbH/visitBerlin, Dwif und Fairmas GmbH)

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Von admin

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