250 Jahre Familiengeschichte, 250 Weinlesen, 250 Jahre Erfahrung in der Weinbereitung liegen zwischen der ersten Weinlese der Familie Boscaini im „Vaio dei Masi“ im Jahre 1772 und der diesjährigen, die nun bereits die siebte Generation durchführt. Ein Grund sowohl zurückzublicken, nach vorne zu schauen und vor allem zu feiern.

MASI FEIERT 250. WEINLESE

Das Weingut Masi aus dem Valpolicella, das allen Weinen voran für seinen Amarone weltweit bekannt ist, stößt in diesem Herbst auf 250 Jahre Familien- und Weingeschichte an. 1772 fand die allererste Traubenernte der Familie Boscaini im namensgebenden „Vaio dei Masi“ – was soviel bedeutet wie „Tal der Höfe“ – statt. In den Händen von inzwischen sieben Generationen liegt eine Erfolgsgeschichte, die in der Weinwelt ihresgleichen sucht.
Ende des 18. Jahrhunderts erwirbt die Familie Boscaini ihre erste, wertvolle Lage bei Verona. Dank der generationsübergreifenden Leistung der Familie, die sich dem Anbau von Trauben, ihrer perfekten Vinifizierung und der Vermarktung des Weins gewidmet hat, konnte dieser Weinberg im Laufe der Zeit in das stets wachsende Weingut integriert und so auch der Name zur heutigen Masi Agricola S.p.A. unternehmerisch weiterentwickelt werden. An der Spitze steht mit Präsident Sandro Boscaini ein charismatischer Mann, der sein Leben der Perfektion der Amarone-Herstellung widmete, die ihm den Namen »Mister Amarone« einbrachte. Mit ihm zog der Amarone an die Spitze der italienischen Weinkultur und wurde ein Wein von Weltruf. Heute führen sein Sohn Raffaele Boscaini, Direktor Marketing, und Federico Girotto, Geschäftsführer, das Unternehmen.
Da Wein für Masi Gastfreundschaft, Kontakt und Genuss bedeutet – egal wie groß und erfolgreich man ist – hat Masi das Projekt „Masi Wine Experience“ ins Leben gerufen. Dahinter stehen Orte der Begegnung – mal in Form einer Masi Wine Bar in München, Zürich oder Cortina d’Ampezzo, der Tenuta Canova in Lazise am Gardasee mit Restaurant und Amarone-Museum oder der Foresteria Serego Alighieri mit wunderbaren Übernachtungsmöglichkeit auf dem historischen Anwesen. Als neues Highlight der „Masi Wine Experience“ eröffnet Masi direkt neben seinem Hauptsitz im Valpolicella diesen Herbst das „Masi Operations & Visitor Centre“. Dieser multifunktionale Komplex soll für Weinliebhaber gleichsam das Eingangstor in die Welt des Amarone werden. Mehr dazu wird im Herbst verraten…

Masi Amarone

Masis Weine sind jetzt bereits seit sieben Generationen authentische Botschafter ihrer venezianischen Heimat. Besonders der Amarone, einer der großen Weine Italiens, der mit der speziellen Technik des „Appassimento“ bereitet wird, entlockt den Trauben ihre Essenz. Bei dem Vorgang trocknen die reifen Trauben zunächst auf luftigen Bambuspaneelen – wie es seit der Zeit der Römer traditonell gemacht wird – an, bevor sie gepresst und vinifiziert werden. Während der Trocknung verlieren sie bis zu 40% ihres ursprünglichen Gewichts, wobei nur das Wasser verdunstet, und eine sehr konzentrierte, zuckerreiche Frucht zurückbleibt. Der daraus gemachte Wein ist an Intensität und Fülle kaum zu überbieten. Anlässlich des 250. Jubiläums wird Masi vom ikonischen Costasera Amarone, für den die Trauben bis zu 100 Tage getrocknet werden, eine limitierte Special Edition auf den Markt bringen mit einer Reifezeit von 25 Jahren. Diesen Wein wird Masi zur Zeit der Weinlese präsentieren, wenn auch die Feierlichkeiten ihren Höhepunkt im Valpolicella haben.

 

Mit dem Amarone nicht genug: Bei Masi sind noch weitere Spitzenweine und auch weitere Weingüter mit von der Partie:
So etwa der 1964 auf den Markt gebrachte Campofiorin, mit dem Masi das Ripasso-Verfahren populär machte: Eine doppelte Gärung der Trauben, bei der dem Grundwein aus der ersten Gärung im zweiten Durchgang Trester aus vorangegangenen Weinbereitungen – meist vom Amarone – zugesetzt und eine zweite Gärung in Gang gesetzt wird. Dabei werden zusätzliche Farb- und Gerbstoffe aus den Schalen gelöst, sodass der Wein an Körper und Intensität gewinnt. Masi perfektionierte 1980 dieses Verfahren und setzte statt dem bitteren Amarone-Trester für die zweite Gärung getrocknete Trauben hinzu. Ein Schritt, der viele Nachahmer fand. Durch diese Vorreiterrolle lagen die Namensrechte am Wort »Ripasso« bis 2006 exklusiv bei Masi. Heute ist die Verwendung auch anderen venezianischen Erzeugerncerlaubt.

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