Mit dem 24. Berliner Hoffest verwandelte sich das Rote Rathaus erneut in den gesellschaftlichen Mittelpunkt der Hauptstadt. Rund 4.000 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, Medien, Sport und Diplomatie folgten der Einladung des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner. Unter dem Leitmotiv „Zukunft erleben“ präsentierte sich Berlin als Stadt des Austauschs, der Innovation und der wirtschaftlichen Vernetzung. Nach einem Empfang mit Vertreterinnen und Vertretern der Kooperationspartner eröffnete Wegner den Abend auf der Hauptbühne, bevor er bei einem Rundgang zahlreiche Unternehmen, Institutionen und Initiativen besuchte. Station machte der Regierende Bürgermeister unter anderem an der Präsentation der Spielbank Berlin, suchte das Gespräch mit Gästen und stellte sich anschließend einem Live-Interview für die rbb-Abendschau. Veranstaltet wurde das Hoffest gemeinsam von der Berliner Senatskanzlei und Berlin Partner und gilt als größte Netzwerkveranstaltung der Hauptstadt.
Einen besonderen Akzent setzte in diesem Jahr das kulinarische Programm. Die Preisträgerinnen und Preisträger der Berliner Meisterköche, deren Auszeichnung seit drei Jahrzehnten die gastronomische Vielfalt der Hauptstadt würdigt, machten das Hoffest zu einer kulinarischen Entdeckungsreise. Statt klassischer Festgastronomie dominierten handwerklich anspruchsvolle Gerichte mit regionalen und internationalen Einflüssen. Mathias Brandweiner eröffnete mit einem Ceviche vom Saibling, kombiniert mit Rhabarber und Waldmeister, während Sebastian Frank das Gemüse in den Mittelpunkt rückte und Sellerie in unterschiedlichen Reifestufen präsentierte. Matthias Gleiß interpretierte griechischen Joghurt mit Gurke, Sellerie und Yuzu neu, Arne Anker servierte einen ungewöhnlichen Kartoffelsalat mit Brikz-Kartoffeln, Senfgurke und Zwiebeln. Sahar und Forough Sodoudi verbanden persische Küche mit regionalen Zutaten, Matthias Buchholz setzte auf klassische Kalbfleischbuletten und eine vegetarische Alternative mit Tofu. Ebenso vielfältig waren die späteren Gänge: Jana Kämpfer kombinierte knusprigen Schweinebauch oder Tofu mit Holy Basil und Chili, Heinz Gindullis servierte eine filigrane Leinsaat-Tartelette mit Pfifferlingen und Erbsen, Fabian Fischer verband Schneekrabbe mit Brioche und Imperial-Kaviar, Nicholas Hahn überraschte mit fermentierten Erdbeeren und Mandeln. Den Abschluss bildeten unter anderem ein Smoked-Katsu-Sandwich aus dem KINK, syrische Süßspeisen der Damaskus Konditorei, Macarons von Du Bonheur sowie ein vegetarisches Linsenschnitzel der Domäne Dahlem. Begleitet wurden die Speisen von sorgfältig ausgewählten Weinen des Weinmichel sowie einer Cocktailauswahl, die neben klassischen Drinks auch alkoholfreie Kompositionen bot.
Das Hoffest zeigte damit, dass die Berliner Gastronomie längst mehr ist als Begleiter gesellschaftlicher Veranstaltungen. Sie wurde selbst zum Ausdruck der kulturellen Vielfalt der Stadt und spiegelte die unterschiedlichen kulinarischen Traditionen Berlins wider. Zwischen politischen Gesprächen, wirtschaftlichen Kontakten und kulturellen Begegnungen erwies sich insbesondere die Küche als verbindendes Element des Abends. Das Berliner Hoffest bestätigte damit erneut seinen Anspruch, nicht nur ein Ort des Netzwerkens zu sein, sondern zugleich ein Schaufenster für die Leistungsfähigkeit und die kreative Vielfalt der Hauptstadt.