InnoTrans 2026: ime zeigt Lösungen für die technische Zukunft des Schienenverkehrs
Wenn sich vom 22. bis 25. September 2026 die internationale Bahnbranche zur InnoTrans in Berlin trifft, steht nicht nur die nächste Generation von Zügen im Mittelpunkt. Ebenso entscheidend ist die Frage, wie bestehende Fahrzeuge technisch zuverlässig, sicher und über lange Zeiträume betrieben werden können. Die ime Elektrotechnik GmbH, die D2hub GmbH und ime Systems Sp. z o.o. nutzen die Fachmesse, um unterschiedliche Ansätze für Elektrotechnik, Digitalisierung und Instandhaltung im öffentlichen Verkehr vorzustellen. Die drei Unternehmen sind im CityCube Berlin in Halle B am Stand 220 vertreten.
Ein Schwerpunkt des Auftritts von ime Elektrotechnik liegt auf einem Problem, das für Betreiber von Schienenfahrzeugen zunehmend an Bedeutung gewinnt: der Alterung technischer Komponenten. Fahrzeuge werden häufig über Jahrzehnte eingesetzt, während elektronische Bauteile, Steuerungen oder Stromversorgungssysteme wesentlich kürzere Produktzyklen haben. Hersteller stellen Komponenten ein, Lieferketten verändern sich und Ersatzteile sind nicht mehr ohne Weiteres verfügbar. Für die Betreiber entsteht daraus ein Spannungsfeld zwischen technischer Modernisierung und dem wirtschaftlichen Weiterbetrieb vorhandener Fahrzeuge.
Ime Elektrotechnik beschäftigt sich deshalb mit Ersatzteilmanagement, Obsoleszenzmanagement, Substitution, Reparatur und Modernisierung elektrotechnischer Komponenten und Systeme. Das Spektrum reicht von Steuerungs- und Antriebstechnik über Lüftungs- und Bremstechnik bis zu Lichtsteuerungen und Akkumulator-Ladetechnik. Dabei geht es nicht lediglich um die Beschaffung eines Ersatzteils. Wenn eine ursprüngliche Komponente nicht mehr verfügbar ist, müssen technische Anforderungen, Schnittstellen, Zulassungen und die Einbindung in bestehende Systeme berücksichtigt werden. Die Entwicklung geeigneter Ersatz- und Substitutionslösungen wird damit zu einem Teil der Lebenszyklusstrategie eines Schienenfahrzeugs.
Ein weiterer Bereich betrifft die Überwachung und Sicherheit. Ime zeigt unter anderem Netzwerkkameratechnik für die Beobachtung von Stromabnehmern, elektrischen Antrieben und Maschinen sowie von Gleisbetten und Fahrzeugkupplungen. Hinzu kommen Systeme für den integrierten Brandschutz. Sie sollen Brände innerhalb geschlossener technischer Einheiten erkennen, melden und gegebenenfalls löschen. Auch die brandschutztechnische Nachweisführung nach den Anforderungen der europäischen Norm EN 45545-2 spielt dabei eine Rolle.
Während ime Elektrotechnik einen Schwerpunkt auf die technische Substanz und den Lebenszyklus von Fahrzeugen legt, richtet D2hub den Blick stärker auf die Digitalisierung des Betriebs. Die Plattform bündelt unterschiedliche Anwendungen, die in modernen Fahrzeugen bislang häufig auf getrennten Systemen laufen. Dazu gehören Fahrgastinformation und Unterhaltung, Videoüberwachung, automatische Fahrgastzählung, Tracking, Monitoring und weitere IoT-Anwendungen.
Technisch verfolgt D2hub dabei einen modularen Ansatz. Unterschiedliche Anwendungen können auf einer gemeinsamen Hardware betrieben und als Software in sogenannten Docker-Containern ausgeführt werden. Dahinter steht das Prinzip, möglichst viele Funktionen auf einer standardisierten technischen Plattform zusammenzuführen, anstatt für jede Anwendung eigene Hardware und proprietäre Systeme vorzuhalten. Das kann den Aufwand für Beschaffung, Wartung und spätere Erweiterungen reduzieren. Gleichzeitig steigen mit der zunehmenden Vernetzung von Fahrzeugen die Anforderungen an IT-Sicherheit, Systemarchitektur und langfristige Softwarepflege.
Ein dritter Schwerpunkt des Messeauftritts kommt von ime Systems Sp. z o.o. aus Polen. Das Unternehmen versteht sich als Partner für den Personen- und Fernverkehr und arbeitet nach eigenen Angaben mit Fahrzeugherstellern, Betreibern und Instandhaltungsunternehmen zusammen. Das Leistungsspektrum reicht von Modernisierung und Reparatur bis zur Konstruktion und zum Bau neuer Schienen- und Nahverkehrsfahrzeuge. Zum Portfolio gehören unter anderem Videoüberwachungssysteme, automatische Fahrgastzählung, Löschanlagen für Schaltschränke und elektrotechnische Komponenten. Darüber hinaus entwickelt und fertigt ime Systems kundenspezifische Bauteile und Baugruppen aus Kunststoff und Metall.
Damit zeigt der gemeinsame Messeauftritt drei Ebenen, die für die weitere Entwicklung des öffentlichen Verkehrs eng miteinander verbunden sind: die technische Lebensdauer bestehender Fahrzeuge, die Digitalisierung ihrer Bordsysteme und die Entwicklung beziehungsweise Fertigung neuer Komponenten und Systeme. Gerade diese Verbindung dürfte für Betreiber und Hersteller zunehmend relevant werden. Der Ausbau des Schienenverkehrs lässt sich nicht allein über die Anschaffung neuer Fahrzeuge bewältigen. Ebenso wichtig sind verfügbare Ersatzteile, modernisierbare Systeme, sichere digitale Architekturen und eine Instandhaltung, die mit der technischen Entwicklung Schritt hält.
Die InnoTrans wird damit auch 2026 zu einem Ort, an dem sich der Wandel des Bahnsektors nicht nur anhand neuer Fahrzeugmodelle beobachten lässt. Ein erheblicher Teil der Innovation findet in den weniger sichtbaren technischen Schichten statt: bei Sensoren und Kameras, Stromversorgung und Steuerung, Brandschutz, Softwarearchitekturen und der Fähigkeit, bestehende Systeme über ihren ursprünglichen Lebenszyklus hinaus funktionsfähig zu halten. Der Auftritt von ime Elektrotechnik, D2hub und ime Systems setzt genau an diesen Schnittstellen an. Zu finden sind die Unternehmen vom 22. bis 25. September 2026 im CityCube Berlin, Halle B, Stand 220.
