CHIPOLO macht den Autoschlüssel auffindbar
Mercedes-Benz und Chipolo bringen einen digitalen Tracker für den Autoschlüssel auf den Markt. Der kleine Anhänger verbindet sich mit Apple „Wo ist?“ oder Googles „Mein Gerät finden“ und soll verlorene Schlüssel schneller auffindbar machen.
Stuttgart/Ljubljana. Der Autoschlüssel bekommt ein digitales Gedächtnis. Mercedes-Benz kooperiert mit dem slowenischen Technologieunternehmen Chipolo und bringt einen speziell gestalteten Bluetooth-Tracker auf den Markt. Die Mercedes-Benz Edition des Chipolo LOOP ist seit dem 26. Mai 2026 erhältlich und richtet sich an Kunden weltweit.
Der Tracker funktioniert mit iPhones über Apples „Wo ist?“ und mit Android-Smartphones über Googles „Mein Gerät finden“. Dabei muss sich der Nutzer für eines der beiden Netzwerke entscheiden. Über die Chipolo-App stehen zusätzliche Funktionen zur Verfügung, darunter die Möglichkeit, das eigene Smartphone über den Tracker klingeln zu lassen.
Technisch setzt der LOOP auf Bluetooth und erreicht eine Reichweite von bis zu 120 Metern. Wird der Schlüssel außerhalb dieser Reichweite verloren, kann die jeweilige Ortungsinfrastruktur von Apple oder Google bei der Suche helfen. Der Tracker selbst erzeugt einen Signalton von bis zu 125 Dezibel und soll damit auch dann auffindbar bleiben, wenn der Schlüssel beispielsweise unter Kleidung oder in einem anderen Raum liegt.
Auch bei der Konstruktion steht Alltagstauglichkeit im Vordergrund. Der Tracker ist nach IP67 gegen Staub und Wasser geschützt. Sein Akku lässt sich per USB-C aufladen und soll bis zu ein Jahr durchhalten. Das Gehäuse besteht nach Angaben von Chipolo zu mindestens 50 Prozent aus recyceltem Kunststoff. Produziert wird das Gerät in Slowenien.
Optisch setzt die Sonderedition auf eine Kombination aus mattschwarzem Gehäuse, gebürstetem Metall und einem verchromten Mercedes-Benz Stern. Der Chipolo-Schriftzug befindet sich auf der Rückseite. Damit soll sich der Tracker weniger wie ein beliebiges Elektronikzubehör und stärker wie ein Bestandteil des Fahrzeugzubehörs präsentieren.
Die Kooperation zeigt zugleich, wie weit sich die Digitalisierung des Automobils inzwischen über das Fahrzeug hinaus erstreckt. Nicht nur das Auto selbst, sondern auch sein Schlüssel wird Teil eines vernetzten Ökosystems. Mercedes-Benz muss dafür kein eigenes Ortungsnetz aufbauen, sondern nutzt bestehende Plattformen von Apple und Google. Chipolo bringt dafür seine Erfahrung mit Bluetooth-Trackern ein. Das Ergebnis ist ein vergleichsweise kleines Zubehör, das ein alltägliches Problem mit inzwischen etablierter digitaler Infrastruktur löst.
