Sieg für gesellschaftliches Sportengagement: Pfeffersport e. V. erhält „Großen Stern des Sports in Silber“
Berlin – Der inklusive Breitensportverein Pfeffersport e. V. wurde am 10. November 2025 im Rahmen einer feierlichen Zeremonie im Bärensaal des Alten Stadthauses in Berlin für sein Projekt „FAIR FRIENDS 2023/24: Fußball und sportliche Begegnung als Brücke für Bildung und Demokratie“ mit dem „Großen Stern des Sports in Silber“ ausgezeichnet. Der mit 4.000 Euro dotierte Preis wird gemeinsam von der Berliner Volksbank eG und dem Landessportbund Berlin verliehen.
Projekt FAIR FRIENDS: Sport als soziales Bindeglied
Das prämiert gewordene Projekt setzt auf eine Kooperation zwischen Pfeffersport e. V. und der Gesellschaft für Sport‑ und Jugendsozialarbeit (GSJ) Berlin. Gemeinsam wurden rund 600 Kinder aus Berlin, Stettin und Kolberg für deutsch-polnische Begegnungsmaßnahmen mobilisiert. Die Teilnehmenden nahmen an Fußball- und Kulturworkshops teil und setzten sich mit den Themen Fair Play, Demokratie und grenzüberschreitender Verständigung auseinander. Damit verknüpft der Verein Sport- und Bildungsziele mit einem klaren gesellschaftlichen Auftrag.
Bedeutung für den Verein und die Wettbewerbslandschaft
Mit dem Gewinn qualifiziert sich Pfeffersport für das Bundesfinale des Wettbewerbs „Sterne des Sports“ in Gold, das Anfang 2026 stattfinden wird. Der Wettbewerb richtet sich an Sportvereine, deren Projekte über die reine sportliche Aktivität hinaus integrative, gesundheitsfördernde oder bildungsrelevante Impulse setzen.
Für Pfeffersport hat die Auszeichnung eine doppelte Bedeutung: Einerseits honoriert sie aktuelle Leistungen im Bereich Jugend, Demokratie und grenzüberschreitender Begegnung. Andererseits stärkt sie die Sichtbarkeit des Vereins im Wettbewerb um gesellschaftliches Engagement im Sport.
Weitere Auszeichnungen in Berlin
In der gleichen Kategorie wurden zwei weitere Berliner Sportvereine prämiert: Der Sport‑Gesundheitspark Berlin e. V. erhielt Platz 2 und 2.500 Euro Preisgeld für sein Projekt „SGP – Gemeinsam gesund bewegen“, welches eine App für niedrigschwellige Bewegungsangebote in allen Altersgruppen einsetzt. Platz 3 ging an den TSV Spandau 1860 e. V. mit dem Projekt „Die Welt des TSV Spandau – Gemeinsam für Inklusion und Integration im Sport“ (1.500 Euro). Zusätzlich wurden drei Förderpreise à 500 Euro vergeben.
Ausblick und Implikationen
Die Auszeichnung zeigt exemplarisch, wie Sportvereine in der Stadtgesellschaft über den Trainingsbetrieb hinaus wirksam werden können. Indem Pfeffersport sportliches Angebot, interkulturelle Begegnung und Jugendbildung verbindet, trägt der Verein zur demokratischen Teilhabe und sozialen Integration bei. Für Führungskräfte im Sport- und Gemeinwesen ist das von Interesse: Die Verbindung von Sport-, Bildungs- und Begegnungsformaten kann ein tragfähiges Handlungsfeld sein.
Gleichzeitig signalisiert der Wettbewerb, dass Fördermittel und öffentliche Anerkennung zunehmend an Projekte gebunden sind, die klar definierte gesellschaftliche Effekte nachweisen. In diesem Sinne ist der Wettbewerb „Sterne des Sports“ nicht nur eine Ehrung, sondern ein Instrument zur Steuerung und Sichtbarmachung von Vereinsengagement jenseits des Leistungssports.
Für Pfeffersport bleibt zu beobachten, wie sich das Bundesfinale im Januar 2026 entwickelt und welchen Impuls dieser Erfolg für das eigene Vereinsprofil sowie mögliche Partner- und Förderstrukturen bietet.
Dieses Ereignis unterstreicht die Rolle von Sportvereinen als gesellschaftliche Akteure und stellt einen praxisnahen Ansatz dar, wie Sportarbeit in Zeiten gesellschaftlicher Fragmentierung gewinnbringend positioniert werden kann.
