Berlin zeigt Herz und ein Hauch von Glamour weht über den Motzener See: Am 9. Mai trifft sich die Hauptstadtgesellschaft zum ersten Charity-PromiAM-Golfturnier, bei dem Engagement und Prominenz eine seltene Liaison eingehen. Eingeladen haben Rebecca Kunikowski und Prof. Yu Zhang, die mit ihrem Turnier nicht nur sportlichen Ehrgeiz, sondern vor allem Aufmerksamkeit für Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenslagen mobilisieren wollen. Schon am Vormittag wird auf dem Grün eingecheckt, kurz darauf fällt mit dem traditionellen Kanonenstart das Signal für einen Tag, der mehr sein will als ein gesellschaftliches Stelldichein.
Die Gästeliste liest sich wie ein Querschnitt durch Berlins öffentliche Bühne: Der frühere Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit wird ebenso erwartet wie Schauspielerin Simone Thomalla, Model Franziska Knuppe oder Tänzerin Nikeata Thompson. Auch sportliche Klasse ist vertreten, etwa durch den ehemaligen Schwimm-Europameister Thomas Rupprath oder Paralympics-Star Kirsten Bruhn. Dazwischen neue Gesichter, bekannte Namen aus TV und Social Media und Persönlichkeiten, die man nicht zwingend auf einem Golfplatz vermuten würde. Genau dieser Mix macht den Reiz des Formats aus: Nähe statt Distanz, Gespräche jenseits roter Teppiche.
Für den offiziellen Rahmen sorgt die Berliner Staatssekretärin Christina Henke, die den Startschuss gibt und damit auch politisches Gewicht verleiht. Doch trotz aller Prominenz bleibt der Anlass ernst. Die Erlöse gehen an die Kindeswohl-Berlin gGmbH und den GeKA e.V., Organisationen, die sich um Kinder kümmern, deren Alltag oft weit entfernt ist von sommerlicher Leichtigkeit und gepflegten Fairways.
Am Nachmittag wird das Programm persönlicher: Kinderbuchautorin Ute Krause liest, später sorgt Sängerin Jenice für musikalische Stimmung, bevor der Abend in eine Siegerehrung und ein geselliges Beisammensein übergeht. Es sind diese Momente zwischen Sport, Kultur und Begegnung, in denen das Turnier seinen eigentlichen Charakter entfaltet.
Was bleibt, ist mehr als ein schöner Tag im Grünen. Es ist der Versuch, Aufmerksamkeit dorthin zu lenken, wo sie oft fehlt, und Engagement mit Gesichtern zu verbinden, die Öffentlichkeit herstellen. Berlin kann laut, politisch und widersprüchlich sein. An diesem Tag zeigt die Stadt vor allem eine andere Seite: eine, die hinschaut und Verantwortung nicht nur diskutiert, sondern zumindest für einen Moment sichtbar macht.
