Am 29. April hatte das DoubleTree by Hilton Berlin Ku’damm am Los-Angeles-Platz seine Terrassensaison eröffnet und den Abend bewusst als Mischung aus Gastronomie, Musik und inszeniertem Afterwork gestaltet. Ab 18 Uhr war die Außenfläche zum Treffpunkt eines Publikums geworden, das sich aus Hotelgästen, Anwohnern und neugierigen Passanten zusammensetzte. Angeboten wurde eine modern interpretierte Currywurst, begleitet von einem zeitlich begrenzten Champagnerangebot sowie DJ-Musik, die die Terrasse in eine offene Abendkulisse verwandelte.
Der Auftakt folgte einem Konzept, das in der Berliner Hotellerie zunehmend zu beobachten ist: Hotels hatten ihre Außenbereiche nicht mehr nur als Servicefläche für Hausgäste verstanden, sondern als Teil des städtischen Freizeitangebots inszeniert. Die Mischung aus gehobenen Getränken und alltäglicher Küche war dabei bewusst gewählt worden und hatte auf einen Kontrast gesetzt, der Aufmerksamkeit erzeugen sollte, ohne den Zugang zu stark zu formalisieren.
Hoteldirektor Hannes Dreher hatte der Eröffnung der Terrassensaison am Ku’damm sichtbar mit Erwartung entgegengesehen. Im Vorfeld sprach er von einem bewusst offenen Format, das Berliner Alltagskultur und internationale Hotelgastronomie zusammenbringen sollte. Hinter der Einladung stand dabei weniger der Anspruch eines klassischen vip-Event als vielmehr der Versuch, die Außenfläche des Hauses stärker in das urbane Leben der City West einzubinden.
Die Terrasse entwickelte sich rasch zu einem Ort, an dem sich das typische Berliner Sommerabendgefühl mit einem inszenierten Gastronomiekonzept überlagerte. Dreher selbst verfolgte das Geschehen vor Ort aufmerksam und ordnete den Auftakt als Testlauf für die kommenden Monate ein, in denen die Fläche stärker als offener Treffpunkt genutzt werden soll.
Am Ku’damm war das Ergebnis ein typischer Berliner Frühsommerabend gewesen, an dem sich Gastronomie, Musik und Stadtraum ineinander verschoben hatten. Während der Champagnerfluss nach der ersten Stunde in reguläre Bahnen überging, hatte sich die Terrasse zunehmend in eine informelle Afterwork-Location verwandelt, in der weniger das exklusive Ereignis als vielmehr das beiläufige Dabeisein im Vordergrund stand.