2026 VANDA Berlin Tennis Open Serena Williams (USA) Karolina Muchova (CZE)

Serena Williams’ Berliner Comeback endet, die Weltelite wartet auf ihren Auftritt

Der Turnier-Dienstag bei den VANDA Pharmaceuticals BERLIN TENNIS OPEN 2026 hatte alles, was ein Rasenturnier dieser Größenordnung verspricht: große Namen, emotionale Momente und sportliche Entscheidungen mit Blick auf die entscheidende Phase der Vorbereitung auf Wimbledon. Das WTA-500-Turnier im Steffi-Graf-Stadion des LTTC „Rot-Weiß“ Berlin steht in diesem Jahr besonders im Zeichen der Rückkehr von Serena Williams, die nach ihrer langen Pause wieder auf die Tennisbühne zurückgekehrt ist. Doch das Berliner Comeback der 23-maligen Grand-Slam-Siegerin endete schneller als viele Zuschauer gehofft hatten.

Als Serena Williams gemeinsam mit der Tschechin Karolina Muchova den Centre Court betrat, erhob sich das nahezu ausverkaufte Publikum im Steffi-Graf-Stadion zu einer langen Begrüßung. Die Ovationen galten weniger einem einzelnen Match als einer außergewöhnlichen Karriere. Williams, die den Tennissport über zwei Jahrzehnte geprägt hat, stand erneut im Mittelpunkt einer großen Bühne. Im Doppel zeigte sich jedoch, dass der Weg zurück in den Wettkampf anspruchsvoll bleibt. Nach 1:29 Stunden unterlagen Williams und Muchova dem Duo Giuliana Olmos aus Mexiko und Erin Routliffe aus Neuseeland mit 4:6, 4:6. Trotz der Niederlage blieb der Auftritt ein besonderer Moment für das Berliner Publikum.

Nach der Partie blickte Williams bereits nach vorn. Sie erklärte, sich auf dem Rasen wohlgefühlt zu haben und verwies auf die geplante Teilnahme am Wimbledon-Doppel mit ihrer Schwester Venus Williams. Die Wildcard für das legendäre Rasenturnier unterstreicht die besondere Bedeutung dieses Comebacks. Gleichzeitig räumte sie mit Spekulationen auf, die amerikanische Nachwuchsstars Coco Gauff habe eine mögliche Doppelpartnerschaft mit ihr abgelehnt. Gauff erklärte ihrerseits, dass sie einer Anfrage sofort zugestimmt hätte.

Sportlich setzte sich am Dienstag vor allem die deutsche Hoffnung Eva Lys in Szene. Die Hamburgerin gewann ihr Zweitrundenmatch gegen die Polin Magdalena Frech mit 7:6 (7), 6:3. Der erste Satz entwickelte sich zu einer ausgeglichenen Auseinandersetzung mit Chancen auf beiden Seiten. Lys nutzte ihren Satzball schließlich mit einem Netzroller zum entscheidenden Punkt im Tiebreak. Im zweiten Durchgang fand sie nach anfänglichen Schwierigkeiten zurück zu ihrem Rhythmus und sicherte sich den Einzug ins Achtelfinale. Dort wartet mit Elina Svitolina eine international erfahrene Gegnerin. Die Ukrainerin, derzeit auf Rang acht der Weltrangliste geführt, profitierte von der Aufgabe ihrer Gegnerin Anna Kalinskaya wegen gesundheitlicher Probleme.

Auch Madison Keys bestätigte ihre starke Form. Die Australian-Open-Siegerin von 2025 setzte sich gegen Berlins Vorjahresfinalistin Xinyu Wang aus China mit 7:6 (3), 6:1 durch. Ebenfalls überzeugend trat Karolina Muchova auf, die nach ihrem Doppelauftritt an der Seite von Serena Williams im Einzel gegen Shuai Zhang keine Zweifel aufkommen ließ und mit 6:1, 6:3 gewann. Im Achtelfinale kommt es nun zum direkten Duell zwischen Keys und Muchova.

Das Achtelfinalfeld zeigt zudem die Stärke des tschechischen Tennis. Linda Noskova, Karolina Muchova, Katerina Siniakova und Nikola Bartunkova bilden ein starkes Quartett aus dem Land, das seit Jahren eine bedeutende Rolle im internationalen Frauentennis spielt. Noskova setzte sich mit 6:1, 6:4 gegen die mexikanische Qualifikantin Renata Zarazua durch. Für eine Überraschung sorgte Diane Parry aus Frankreich. Die Weltranglisten-60. besiegte die favorisierte Dänin Clara Tauson, Nummer 23 der Welt, mit 6:3, 6:4 und trifft nun auf Noskova.

Auch Paula Badosa meldete sich zurück. Die ehemalige Nummer zwei der Welt und Berliner Wildcard-Spielerin gewann souverän gegen Suzan Lamens aus den Niederlanden mit 6:3, 6:2. Im Achtelfinale wartet mit Coco Gauff eine der größten Namen des Turniers.

Im Doppel sorgten neben Serena Williams und Karolina Muchova weitere Begegnungen für Aufmerksamkeit. Asia Muhammad und Fanny Stollar bezwangen Anna Danilina und Aleksandra Krunic nach einem engen Match im Match-Tiebreak. Coco Gauff und Jessica Pegula setzten sich mit 7:6 (4), 6:4 gegen Anastasia Potapova und Diana Shnaider durch. Sara Errani und Nicole Melichar-Martinez sowie Ekaterina Alexandrova und Linda Noskova komplettierten die weiteren Achtelfinalerfolge.

Am Mittwoch richtet sich der Blick nun auf die Topspielerinnen des Turniers. Die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka startet gegen Ekaterina Alexandrova in den Wettbewerb. Auch Jessica Pegula und Coco Gauff greifen erstmals ins Einzelgeschehen ein. Pegula trifft auf die Tschechin Katerina Siniakova, Gauff auf Paula Badosa. Mit dem Einstieg der Favoritinnen beginnt die entscheidende Phase eines Turniers, das als wichtiger Prüfstein auf dem Weg nach Wimbledon gilt.

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