Badosa beendet Gauffs Berliner Titelträume, Sabalenka bleibt im Rennen
Die Rasensaison hält ihre ersten großen Überraschungen bereit: Beim WTA-500-Turnier der VANDA Pharmaceuticals BERLIN TENNIS OPEN 2026 hat Paula Badosa für den emotionalsten Moment des Achtelfinaltages gesorgt. Die Spanierin, aktuell nur auf Rang 142 der Weltrangliste geführt, besiegte die als Favoritin gehandelte Coco Gauff nach einem beeindruckenden Comeback mit 1:6, 6:3, 6:2 und zog ins Viertelfinale ein. Auf dem Centre Court im Steffi-Graf-Stadion zeigte sich einmal mehr, wie unberechenbar Tennis auf Rasen sein kann. Das Turnier in Berlin gilt traditionell als wichtiger Formtest vor Wimbledon und versammelt auch 2026 ein hochklassiges Feld der WTA-Tour.
Dabei hatte zunächst vieles auf einen souveränen Auftritt von Gauff hingedeutet. Die US-Amerikanerin, Weltranglistensiebte und eine der prägenden Spielerinnen der jungen Generation, dominierte den ersten Satz klar. Doch Badosa fand zunehmend besser ins Match, erhöhte den Druck von der Grundlinie und veränderte mit ihrem aggressiveren Spiel die Dynamik der Begegnung. Nach dem gewonnenen zweiten Satz entwickelte sich ein Duell, in dem die Spanierin immer mehr Sicherheit gewann. Nach dem entscheidenden Punkt konnte sie ihre Emotionen kaum kontrollieren. Badosa, die in den vergangenen Monaten mit Verletzungsproblemen und sportlichen Rückschlägen zu kämpfen hatte, sprach anschließend von einem besonders wichtigen Erfolg.
Für Gauff bleibt Berlin damit ein schwieriges Pflaster. Wie bereits im Vorjahr endet ihr Turnier erneut im Achtelfinale. Die US-Amerikanerin hatte sich vor allem im ersten Satz stark präsentiert, fand danach jedoch keine ausreichenden Antworten auf die taktische Umstellung ihrer Gegnerin.
Während eine Favoritin ausschied, setzten andere Topspielerinnen ihren Weg fort. Aryna Sabalenka, die Nummer eins der Welt, bestand ihren ersten Härtetest im Turnier gegen Ekaterina Alexandrova mit 6:4, 6:4. Die Belarussin kontrollierte die entscheidenden Phasen und verwandelte ihren dritten Matchball. Auf Rasen wartet Sabalenka allerdings weiterhin auf ihren ersten Turniersieg, entsprechend groß ist ihr Interesse an einer erfolgreichen Berliner Woche im Hinblick auf Wimbledon.
Auch Jessica Pegula präsentierte sich souverän. Die Siegerin des Berliner Turniers von 2024 bezwang die Tschechin Katerina Siniakova mit 6:2, 6:4 und erreichte ohne größere Schwierigkeiten das Viertelfinale. Pegula, die in Berlin zu den erfahrensten Spielerinnen des Feldes gehört, unterstrich damit ihre Rolle als eine der konstantesten Kräfte auf der Tour.
Für eine weitere Überraschung sorgte Alexandra Eala. Die junge Philippinin setzte sich gegen die frisch gekürte Queens-Siegerin Donna Vekic durch. Nach einem umkämpften ersten Satz gewann Eala mit 7:5, 6:4 und bestätigte ihren Ruf als eine der spannendsten Nachwuchsspielerinnen im internationalen Tennis.
Im Doppel mussten derweil die Titelverteidigerinnen von 2025 die Segel streichen. Tereza Mihalikova und Olivia Nicholls unterlagen Elise Mertens und Shuai Zhang mit 1:6, 5:7. Das belgisch-chinesische Duo zeigte in den entscheidenden Momenten die größere Stabilität und steht im Viertelfinale.
Am Donnerstag richtet sich der Blick in Berlin unter anderem auf Elena Rybakina. Die Weltranglistenzweite aus Kasachstan bestreitet ihr erstes Match im Turnier und trifft auf Alexandra Eala. Außerdem greifen Linda Noskova, Diane Parry, Elina Svitolina, Eva Lys, Madison Keys und Karolina Muchova ins Achtelfinale ein. Die letzten Tage des Berliner Rasenturniers versprechen damit weitere Begegnungen zwischen etablierten Stars und aufstrebenden Spielerinnen.
