Drei Tage lang stand die deutsche Hauptstadt wieder ganz im Zeichen erstklassiger Getränke. Vom 9. bis 11. Oktober gab es beim Bar Convent Berlin wieder jede Menge Networking und spannende Produkteinführungen. Neben tollen Cocktailkreationen wurde den Besuchern auch geballtes Expertenwissen geboten. Das bislang größte Bildungsprogramm, das jemals am BCB präsentiert wurde, ließ nahezu jeden Wunsch offen.

 

BCB – in der Branche auch liebevoll „Bartender’s Christmas“ genannt – machte seinem Spitznamen auch in diesem Jahr alle Ehre. Insgesamt rund 15.000 Besucher aus 91 Ländern verkosteten drei Tage lang hochwertige Getränke, schlossen Geschäfte ab und nutzten das vielfältige Bildungsprogramm in den Berliner Messehallen. Selbstverständlich blieb auch der Austausch innerhalb der Community nicht auf der Strecke. „Jedes Jahr ist es unglaublich schön zu sehen, wie sehr unsere Besucher immer wieder gerne zum BCB kommen. Überall sieht man glückliche Gesichter und Menschen aus aller Welt, die miteinander anstoßen. „BCB ist ein Ort, an dem sich die Branche auf sich selbst konzentriert und ihre Community zu einem besseren Ort macht – für sich selbst und zum Wohle ihrer Gäste“, schwärmt Petra Lassahn, Direktorin des BCB. Insgesamt nahmen 544 Aussteller und Partner an der diesjährigen Ausgabe des BCB teil. Neben den zahlreichen Besuchern aus Deutschland reisten viele weitere aus Großbritannien, Italien und Polen an. Auch die Niederlande und Dänemark waren stark vertreten.

Größtes BCB-Bildungsangebot in sieben Bereichen

Das vielfältigste Weiterbildungsprogramm, das BCB je gesehen hat, begeisterte die neugierigen Besucher. Ob spannende Impulsvorträge, Podiumsdiskussionen, Verkostungen oder Workshops – für jeden war etwas dabei. Wie im letzten Jahr war das BCB Education Board, bestehend aus Bildungsdirektor Angus Winchester, Barexpertin Eleni Nikoloulia und BCB-Markenbotschafter Damien Guichard, für das Programm der Hauptbühne verantwortlich.

„Die Sessions waren nicht nur informativ und unterhaltsam, sondern haben auch viele wichtige gesellschaftliche Themen der Branche angesprochen und wichtige Impulse gegeben“, freut sich BCB-Direktorin Petra Lassahn.

 

Female Empowerment: Förderung der Gleichstellung im Barsektor

Frauen sind in der Barszene noch immer deutlich unterrepräsentiert. Es ist höchste Zeit für eine Veränderung – das wurde am Dienstag beim Female Panel Talk auf der Hauptbühne deutlich, moderiert von BCB Education Board-Mitglied Eleni Nikoloulia. Die international renommierten Barexpertinnen Kaitlin Wilkes, Gina Barbachano und Margarita Sader teilten offen ihre Erfahrungen als Frauen in der Branche und wiesen auf die Probleme in der männerdominierten Barszene hin – eine Podiumsdiskussion, die Inspiration und Ermutigung zugleich lieferte.

Am selben Tag lieferte die DBU auch einen Realitätscheck mit einem deutschen Gremium, das dies unterstrich: „Leider ist der Feminismus auch im Jahr 2023 noch nicht in der Barszene angekommen“, sagte Maren Meyer, Geschäftsführerin der Deutschen Barkeeper Union e.V. und die erste Frau in dieser Position. Sie leitete das Panel, das sich auch genauer mit den Realitäten und Zukunftsaussichten von Frauen in der Barbranche befasste. Das Fazit: „Wir haben noch einen langen Weg vor uns, aber es passiert schon einiges.“ Kommunikation ist hier das Wichtigste. Wir Frauen dürfen und müssen es wagen, Probleme offen anzusprechen und den Raum zu besetzen. Tatsache ist, dass wir in der Bar genauso gut arbeiten können wie Männer.“ Das beste Beispiel dafür, dass Talent für gute Drinks nicht vom Geschlecht abhängt, waren zudem die diesjährigen BCB-Gastschichten. In diesem Jahr waren bei den Abendveranstaltungen mehr Top-Barkeeperinnen vor Ort, die ihr Barhandwerk unter Beweis stellten und großartige Drinks mixten.

 

Agave Hotspot – eine praktische Gelegenheit, den Trend mitzuerleben

Ob bereits Agavenliebhaber oder Neueinsteiger: Nur wenige konnten sich dem Charme der „BCB Agave Embassy“, veranstaltet vom Barro Negro Athens, entziehen. So verließ kaum ein Besucher das Messegelände, ohne mindestens eine neue Eigenschaft des Agavenbrands kennengelernt zu haben oder einen Vorgeschmack auf das geschmackliche Angebot der diesjährigen „Spirit of Honour“ zu bekommen. Dafür sorgte nicht nur das berühmte griechische Barteam, sondern auch der „Club Cantina“, der gemeinsam ein umfangreiches Bildungsprogramm für das „Agave Camp“ auf die Beine stellte. Gernot Allnoch, Mitbegründer von Mezcal San Cosme und Club Cantina, war mit den Ergebnissen sehr zufrieden: „Die Resonanz auf das Agave Camp war hervorragend. Die Vorträge waren immer sehr gut besucht und man merkt, dass es sich um ein interessantes Thema handelt. Mittlerweile sind über 100 Agavenspirituosen auf der BCB 2023 vertreten. Es ist klar, dass der Trend rund um Mezcal und Tequila in der Barszene angekommen ist.“

 

Große Ehre: Mexikanischer Botschafter beim BCB

Auch Mexikos Botschafter in Deutschland, Francisco Quiroga, warf einen persönlichen Blick auf den BCB: „Der Bar Convent Berlin hat sich als außergewöhnliche Plattform zum Networking und zur Präsentation der verschiedenen Nuancen der lebendigen Spirituosenbranche erwiesen. Es war eine unschätzbar wertvolle Gelegenheit für unsere mexikanischen Aussteller, und ich konnte ihren Stolz spüren, das reiche Erbe unseres Landes an Spirituosen zu repräsentieren. BCB ist ein Verbündeter der mexikanischen Spirituosen, und dafür bin ich sehr dankbar.“

Am Vorabend der BCB gab es bereits einen offiziellen Empfang in der mexikanischen Botschaft für alle Produzenten, die auf der BCB Agavenbrände präsentierten und von denen einige extra aus Mexiko nach Berlin für die BCB angereist waren.

 

Der Trend zu niedrigem und alkoholfreiem Alkohol wird weiter zunehmen

Die Low & No Bar war deutlich weniger alkoholisch, aber keineswegs weniger aufregend. Das Team von „The Cambridge Public House“ in Paris zauberte für die Besucher köstliche Drinks, sowohl mit wenig als auch ohne Alkohol, und zeigte, dass Geschmackshighlights nicht immer hochprozentige Spirituosen enthalten müssen. Dank des charmanten Teams und der angenehmen Cocktail-Pub-Atmosphäre entwickelte sich die Pop-up-Bar schnell zum Treffpunkt für viele Besucher und zeigte einmal mehr, warum der Low & No-Trend immer beliebter wird.

 

Produktinnovationen und mögliche Riegeltrends

Wie üblich nutzten auch dieses Jahr viele Aussteller die Veranstaltung, um der Branche ihre Produktneuheiten vorzustellen.

Darüber hinaus gab es den Gewinner des Mixology Award in der Kategorie „Neue Spirituose des Jahres 2024“ zu verkosten: Discarded Banana Peel Rum von William Grant & Sons. Die Spirituose aus karibischem Rum wurde am Sonntagabend in einer feierlichen Zeremonie im Beisein der deutschsprachigen Barbranche prämiert und im Eingangsbereich des BCB inszeniert.

Neben den vielen Agavenbränden, die die Besucher geschmacklich auf eine Reise nach Mexiko entführten, sorgten auch Produkte aus dem asiatischen Raum für Aufsehen. So überzeugten die Besucher beispielsweise das traditionelle chinesische Getränk Baijiu sowie Sake aus Japan: „Sake hat echtes Potenzial, das nächste große Ding im Gastgewerbe zu werden.“ Da es sehr vielfältig ist und von fruchtig und aromatisch bis trocken und erdig reicht, können Sie die verschiedenen Stilrichtungen mit unterschiedlichen Speisen kombinieren, darunter französische, italienische und andere europäische Küchen. Es ist ein wirklich unterhaltsamer neuer Spielplatz für alle aus der Wein- und Spirituosenwelt“, sagt Liam Amilhastre-Yoshida, Business Developer Saké, La Maison Du Whiskey / La Maison du Saké.

Wer genauer hinschaut, bemerkt auch, dass die Flaschendesigns immer aufwändiger und kreativer werden. So hatte beispielsweise Padre Azul seinen Künstler als Testimonial direkt am Messestand: „Wir wollen mit unseren Flaschen eine Geschichte erzählen, weil wir der festen Überzeugung sind, dass der Genuss der Spirituose ein Gesamterlebnis ist, bei dem Haptik und Optik eine Rolle spielen.“ neben dem Geschmack eine große Rolle. Deshalb suchen wir jedes Jahr auch neue Künstler aus Mexiko, die unsere neuen Flaschendesigns kreieren“, sagt Hans-Peter Eder, Mitbegründer von Padre Azul.

 

Drei Tage, die Lust auf mehr machen

„Wow, was für eine Messe! Der diesjährige BCB war definitiv ein Highlight für uns und wir freuen uns, dass so viele aus der Community uns besucht haben“, sagte Claudia Eichler, Trade Marketing Manager Fairs & Events bei Beam Suntory. „Wir sind sehr dankbar, dass wir unsere Leidenschaft für die Kunst der japanischen Gastfreundschaft teilen konnten und freuen uns über die vielen positiven Rückmeldungen, die wir erhalten haben. Ein großes Dankeschön an alle, die an unserem Stand vorbeigeschaut haben, sowie an unser großartiges Team und unsere Mentoren. 5 Sterne, ich mache es gerne wieder!“

Die vergangenen Messetage wecken bereits große Vorfreude auf das nächste Jahr, wenn wir vom 7. bis 9. Oktober 2024 wieder gemeinsam anstoßen

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