Mittagspause mit Aussicht: Im Pamela trifft italienische Küche auf Berliner Großstadtflair
Wer zur Mittagszeit einen Platz auf der Terrasse des Pamela am Gendarmenmarkt ergattert, erlebt Berlin von einer seiner schönsten Seiten. Zwischen Konzerthaus, Deutschem Dom und dem geschäftigen Treiben der Innenstadt entsteht eine Atmosphäre, die gleichermaßen zum Beobachten wie zum Verweilen einlädt. Die Lage ist einer der großen Vorzüge des erst vor wenigen Wochen eröffneten italienischen Restaurants, das mit seiner von Mailand der 1980er Jahre inspirierten Gestaltung bewusst mediterrane Lebensfreude in die Hauptstadt bringen möchte.
Schon beim Mittagstisch fällt die außergewöhnlich breite Auswahl auf. Die Speisekarte reicht von klassischen Antipasti über Salate, frische Pasta und Pizza bis hin zu gegrilltem Fisch und Fleisch. Vegetarische Gerichte nehmen dabei einen ebenso selbstverständlichen Platz ein wie mediterrane Klassiker. Besonders überzeugend präsentierten sich die Mezzi Rigatoni mit frischen Tomatenfilets, Aubergine und Ricotta Salata. Auch Trüffelliebhaber kommen mit den Mafaldine al Tartufo oder einer Trüffelpizza auf ihre Kosten. Die Küche setzt auf hochwertige italienische Zutaten und handwerkliche Zubereitung, was sich im Geschmack deutlich bemerkbar macht.
Ebenso positiv blieb der Service in Erinnerung. Mauricio betreute die Gäste aufmerksam, war jederzeit präsent, ohne aufdringlich zu wirken, und sorgte mit ruhiger Professionalität dafür, dass auch während des gut besuchten Mittagsgeschäfts keine Hektik entstand. Gerade diese unaufgeregte Gastfreundschaft trägt wesentlich zum Gesamteindruck des Restaurants bei.
Zum Abschluss bietet die Dessertkarte eine gelungene Auswahl italienischer Klassiker und moderner Variationen. Neben einem klassischen Tiramisu stehen ein Erdbeer-Tiramisu, cremige Panna Cotta mit roten Früchten, eine Schokoladentarte mit gesalzenem Karamell sowie verschiedene Sorbets und Pistazieneis zur Wahl. Die Dolci setzen den kulinarischen Schlusspunkt stimmig fort und zeigen, dass auch dem süßen Finale große Aufmerksamkeit gewidmet wird.

Eine Besonderheit ist zudem die Weinkarte. Statt einer gewöhnlichen Auflistung werden die italienischen Weinregionen als Landkarte dargestellt. Diese originelle Präsentation erleichtert die Orientierung und macht Lust, sich auf eine kleine vinophile Reise von Piemont über die Toskana bis nach Sizilien einzulassen. Ergänzt wird das Angebot durch eine überschaubare, aber sorgfältig zusammengestellte Cocktailkarte mit modernen Interpretationen italienischer Klassiker.
Das Pamela versteht sich nicht als klassische Trattoria, sondern als urbanes italienisches Restaurant mit internationalem Publikum. Die Kombination aus exponierter Lage, aufmerksamem Service, einer vielseitigen Speisekarte und einer kreativen Weinpräsentation macht das Haus zu einer interessanten Adresse für Geschäftsessen ebenso wie für eine entspannte Mittagspause im Herzen Berlins. Wer italienische Küche in stilvoller Umgebung genießen möchte, findet am Gendarmenmarkt einen Ort, der Genuss und Hauptstadtflair auf überzeugende Weise miteinander verbindet.