Gina Alice Redlinger, Lang Lang Berlinale Opening Night by Gala, UFA und Funke im Rahmen der 76. Berlinale im Hotel Das Stue in Berlin am 12.02.2026

Die 76. Internationalen Filmfestspiele , die Berlinale, wurden am 12. Februar 2026 offiziell eröffnet. Der Auftakt stand im Zeichen sowohl des Festivalprogramms als auch der daran anschließenden Branchenevents, darunter die 11. Ufa Opening Night – eine der etabliertesten Begegnungs- und Netzwerkveranstaltungen der deutschen Film- und Medienbranche, die den Festivalbeginn in informellerem Rahmen markierte.

Die Berlinale gilt neben Cannes und Venedig als eines der bedeutendsten Filmfestivals weltweit und erstreckt sich dieses Jahr vom 12. bis zum 22. Februar. Zum offiziellen Festivalauftakt wurde das  Drama „No Good Men“ gezeigt, und die Schauspielerin Michelle Yeoh wurde mit dem Honorary Golden Bear für ihr Lebenswerk ausgezeichnet – ein Symbol für die politische und kulturelle Bedeutung des Festivals jenseits reiner Unterhaltung.
Zur Eröffnung der 76. Berlinale am Donnerstagabend gehört in Berlin seit Jahren nicht nur die offizielle Gala im Berlinale-Palast, sondern auch ein gesellschaftliches Ereignis, das jenseits der filmischen Präsentationen Aufmerksamkeit erzeugt: die Ufa Berlin Opening Night. In ihrer elften Auflage versammelten FUNKE Mediengruppe, das Magazin GALA und die UFA am Eröffnungsabend des Festivalstarts über 600 Gäste aus Film, Fernsehen und Medien in dem Boutique-Hotel SO/ Berlin Das Stue, um den Beginn des Festivals informell zu begehen und Netzwerke zu pflegen.

Zu den Gästen der diesjährigen Ausgabe gehörten etablierte Namen der deutschen Schauspiel- und Medienlandschaft, darunter Heike Makatsch mit Trystan Pütter, Felicitas Woll, Heino Ferch, Frederick Lau mit Ehefrau, Caroline Peters und Tom Wlaschiha, die neben der filmischen Arbeit auch den informellen Austausch suchten. Auch Verlegerinnen und Führungspersönlichkeiten aus Medienunternehmen gaben sich in Berlin ein Stelldichein, was die Veranstaltung als Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Kultur und Unterhaltung markiert.

Gespräche kreisten um neue Projekte, um Dreharbeiten, um die Stimmung in der Branche. Frederick Lau sprach über seine langjährige Berlinale-Erfahrung und darüber, dass sich Prioritäten mit Familie verschieben. Tom Wlaschiha reflektierte seine Verbundenheit mit Berlin, das er nach Stationen im Ausland neu schätzen gelernt habe. Heiner Lauterbach kündigte ein neues Filmprojekt an, in dem er an der Seite von Iris Berben spielt. Solche Sätze sind beiläufig formuliert, aber sie markieren, worum es hier geht: Sichtbarkeit und Erwartung.
Zugleich erfüllt der Abend ein Bedürfnis nach Ritual. In Zeiten schrumpfender Budgets, veränderter Auswertungsmodelle und wachsender Konkurrenz durch internationale Plattformen dient die Opening Night als symbolischer Auftakt. Man zeigt sich, man signalisiert Präsenz, man versichert sich gegenseitig der eigenen Relevanz. Dass ein Produktionshaus wie die UFA gemeinsam mit einem People-Magazin Gastgeber ist, verweist auf die zunehmende Verschränkung von Inhalt und Inszenierung. Kreative Arbeit und mediale Selbstbeobachtung gehören heute untrennbar zusammen.
Das Stue, einst dänische Botschaft, heute Luxushotel am Tiergarten, steht für diskreten Glamour. Keine Massenveranstaltung im Kongresszentrum, sondern ein verdichteter Raum, in dem Nähe entsteht. Die Atmosphäre ist gelöst, aber kalkuliert. Wer hier erscheint, weiß um die Öffentlichkeit, die solche Bilder erzeugen.

Sascha Schwingel, CEO UFA: „Die BERLIN OPENING NIGHT steht für das, was unsere Branche heute und morgen braucht: Menschen, die sich begegnen, Ideen, die geteilt werden, und Netzwerke, die Neues möglich machen. Kreativität entsteht nicht im Alleingang, sondern im Austausch, dort, wo Vertrauen, Neugier und Mut zusammenkommen. Gemeinsam mit der GALA Gastgeber dieses Abends zu sein, heißt für mich, genau diesen Raum zu öffnen. 2026 ist für die UFA ein Jahr der Weiterentwicklung, und dieser Abend zeigt eindrucksvoll, welches kreative Potenzial entsteht, wenn wir vernetzt denken und gemeinsam Zukunft gestalten.“

Doris Brückner, GALA-Chefredakteurin: „Wir laden jetzt schon zum elften Mal gemeinsam mit der UFA zur Auftakt-Party der Internationalen Filmfestspiele und freuen uns, dass wieder mehr als 600 spannende Persönlichkeiten der Film- und Medienbranche mit uns diese Nacht gefeiert haben. Die BERLIN OPENING NIGHT hat sich als ‚must-have‘-Event etabliert, weil sie weit über den roten Teppich hinausgeht. Hier treffen sich Menschen, die Geschichten erzählen, Bilder prägen und unsere Branche nach vorne bringen. Dass unsere Gäste diesen Abend mit uns gestalten, macht mich stolz – denn GALA steht für genau diese Mischung aus Glamour, Nähe und gelebtem Miteinander.“

So markiert die Berlin Opening Night weniger einen Höhepunkt als einen Auftakt. Die eigentliche Arbeit beginnt erst: in den Kinosälen, in den Marktgesprächen, in den Redaktionen. Doch der Boulevard gehört zur Berlinale wie der Wettbewerb. Er spiegelt die Branche, ihre Eitelkeiten und ihre Ambitionen. Und er erinnert daran, dass Film immer auch ein soziales Ereignis ist – ein Geschäft, das von Geschichten lebt, aber ebenso von Beziehungen.

Von admin