Neben dem Preisträger aus Berlin-Weißensee wurden bei der feierlichen Preisverleihung im Goldberger Saal des VBKI auch die beiden weiteren Finalisten, die Galerien KM und Katharina Maria Raab, ausgezeichnet. Ziel des von VBKI und dem Landesverband Berliner Galerien (lvbg) in Kooperation mit der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe/Projekt Zukunft ins Leben gerufenen Preises ist es, auf die bedeutende Rolle der Galerien für den Kunststandort Berlin aufmerksam zu machen.
Sexauer Gallery ausgezeichnet
Erstmalige Verleihung des mit 10.000 Euro dotierten VBKI-Preises BERLINER GALERIEN
Henner Bunde, Staatssekretär bei der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, sagte in seinem Grußwort: „Berlin ist einer der wichtigsten Kunststandorte Europas. Wir unterstützen den Berliner Kunstmarkt und die Galerien seitens der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe seit mehr als sechs Jahren über die Berlin Art Week Dachkampagne, Auslandspräsentationen der Berliner Galerien sowie das Online-Kunstportal. Berlin gehört zu den dichtesten Galerien-Standorten mit über 300 Galerien für zeitgenössische Kunst. Mit unserer Beteiligung am VBKI-Preis BERLINER GALERIEN wollen wir insbesondere dem Engagement einer neuen Generation an Galeristinnen und Galeristen in der Hauptstadt unsere Anerkennung zollen.“
Werner Tammen, Vorsitzender des lvbg, würdigte die besonderen Leistungen der drei Finalisten in seiner Laudatio. Die mit dem VBKI-Preis ausgezeichnete Galerie Sexauer (gegründet 2013) präsentiert die abstrakten Moiré-Kugelschreiberzeichnungen Caroline Kryzeckis auf ganz besondere Weise: Über 700 handgefertigte Siebdrucke bedecken die gesamte Bodenfläche der großräumigen Galerie. Der Ausstellungsbesucher findet sich in einem monumentalen Zeichnungsraum wieder, der flirrende optische Effekte erzeugt. Diese visuellen Irritationen sind Ergebnis der besonderen Zeichentechnik der in Berlin lebenden Künstlerin, die einer strengen, an digitale Produktionsprozesse erinnernden Systematik folgt – allerdings mit den kleinen Fehlern und Abweichungen versehen, die handgefertigte Zeichnungen notwendigerweise mit sich bringen. Der Ausstellungstitel bezieht sich auf ein gleichnamiges Stück des US-amerikanischen Komponisten Steve Reich von 1966.
Der Experten-Jury des VBKI-Preises BERLINER GALERIEN gehörten an: Christiane Meixner, Kritikerin Der Tagesspiegel – Kunst & Markt, Tina Sauerländer, Kuratorin peer to space, Thomas Schulte, Inhaber Galerie Thomas Schulte, und Bernd Wieczorek, VBKI-Präsidiumsmitglied und Vorsitzender des VBKI-Kulturausschusses.
Im Anschluss an die feierliche Preisverleihung im Goldberger Saal des VBKI fand eine geführte Tour durch die ausgezeichneten Galerien statt.
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