WE LOVE MMA 83 – Berlin 12 explosive Kämpfe und beeindruckende Debüts
Die 83. Ausgabe von We Love MMA verwandelte am 29. November die ausverkaufte Uber Arena in einen Schauplatz intensiver sportlicher Auseinandersetzungen. Deutschlands größte Mixed-Martial-Arts-Veranstaltungsserie präsentierte zwölf Kämpfe, die einen Querschnitt durch die aktuelle Leistungsdichte der nationalen Szene boten. Auffällig war die Dominanz bodenstarker Athleten sowie mehrere Debüts, die klare Signale für die sportliche Zukunft setzten. Die Fightcard verdeutlichte, wie weit sich Mixed Martial Arts in Deutschland als regulierter und technisch anspruchsvoller Wettkampfsport etabliert hat.
Der Abend begann mit dem Bantamgewicht, in dem Toni Tudor vom Lee Gym Hannover auf Justin Scheppner aus der Gladiator Fight Academy Halle traf. Scheppner nutzte seine Vorteile im Bodenkampf konsequent, erzielte in der zweiten Runde einen Takedown und entschied das Duell durch Ground-and-Pound vorzeitig. Auch der anschließende Leichtgewichtskampf endete schnell: Krischan Böhmert vom MMA Team Norderstedter SV setzte nach einer frühen Bodenaktion einen Rear-Naked-Choke an und siegte nach nur 1:49 Minuten gegen Kai Gebhardt aus Leipzig.
Eine der technisch anspruchsvollsten Begegnungen des Abends war das Mittelgewichtsduell zwischen Marat Nessar aus München und Debütant Niko Sherbakovi aus Kassel. Sherbakovi sicherte nach einem harten Treffer seines Gegners die Bodenposition und holte sich die erste Runde, doch Nessar setzte sich in der zweiten Runde mit Rückenposition und präzisen Schlägen durch. In der entscheidenden dritten Runde gelang Nessar schließlich ein Triangle-Choke zum Sieg, eine Demonstration routinierter Kontrolle in Drucksituationen.
Im Halbschwergewicht traf Jan Walter vom Mountain Fight Team Osnabrück auf Ibrahim Daoui aus Hannover. Walter dominierte durchgängig mit Bodenarbeit aus der Full-Mount-Position und gewann einstimmig nach Punkten. Es folgte ein Berliner Duell: Nemanja Krstovic von Chimosa Berlin gegen Paul Kulze vom Spikes Gym. Kulze, zunächst durch einen frühen Treffer angeschlagen, drehte den Kampf mit einem Takedown und anhaltendem Ground-and-Pound, was die Punktrichter zu einem klaren Urteil veranlasste.
Ein überzeugendes Debüt gelang Robert Bisso aus Stockstadt, der Veselin Dimitrov vom David Gym Zürich bereits in der ersten Runde mit harten Treffern aus der Mount-Position stoppte. Nach der Pause eröffnete das Weltergewicht zwischen Luka Okromelidze und Niels Teichert den zweiten Teil des Abends. Der Kampf war geprägt von Clinch-Sequenzen und kontrolliertem Ringen, ehe Teichert nach einem abgewehrten Takedown die Side-Control erkämpfte und mit Bodenarbeit die Entscheidung nach Punkten erzwang.
Im Frauen-Profikampf setzte Sarah Kobeisi aus Kassel mit aggressiv geführtem Boxen gegen Shirley Smith aus Karlsruhe ein Ausrufezeichen. Präzise Treffer zwangen den Ringrichter zum Abbruch. David Bisso (Infinitus MMA Stockstadt) zeigte daraufhin im Schwergewicht eine starke Leistung, brachte Marc von Ochsenstein zu Boden und entschied mit Ground-and-Pound vorzeitig. Im technisch geprägten Bodenduell zwischen den Ringerspezialisten Khamzat Akhmadov und Yusup Magomedov dominierte Magomedov durchgängig über Takedowns und Kontrolle, was ihm einen klaren Punktsieg einbrachte.
Im Bantamgewicht der Frauen setzte Danielle Misteli aus Pfäffikon mit einem selten gezeigten Standing-Rear-Naked-Choke gegen Bartira Rodrigues aus Berlin eines der spektakulärsten Submission-Highlights des Abends. Der Main Event endete schließlich in einem abrupten Finish: Hans Krüger von der Gladiator Fight Academy Halle stoppte den Serben Zoltan Segedi nach nur gut 30 Sekunden mit einem präzisen Tritt in die Rippen, der den Kampf sofort beendete.
Die Veranstaltung bestätigte die zunehmende Professionalisierung des Sports in Deutschland und die Bedeutung von We Love MMA als Plattform für Leistungssport jenseits der internationalen Großorganisationen. Die nächste Veranstaltung findet am 20. Dezember in Stuttgart statt; die Rückkehr nach Berlin ist für den 12. Dezember 2026 angekündigt. We Love MMA 83 hinterließ den Eindruck einer Disziplin, die sich durch technische Vielfalt, Athletenentwicklung und konsequente sportliche Regeln etabliert hat.
WE LOVE MMA SAISON 2025
We Love MMA 84 20.12.2025 Stuttgart Porsche Arena
We Love MMA 85 14.02.2026 München Kleine Olympiahalle We Love MMA 86 21.03.2026 Hannover Swiss Life Hall We Love MMA 87 18.04.2026 Düsseldorf Castello
We Love MMA 88 23.05.2026 Frankfurt Jahrhunderthalle
We Love MMA 89 12.09.2026 Dresden Ballsport Arena
We Love MMA 90 22.11.2026 Hamburg Barclays Arena
We love MMA 91 12.12.2026 Berlin Uber Arena
Karten für die kommenden Events gibt es ab 20,00 Euro (inkl. VVK-Gebühr)
über www.welovemma.de, allen bekannten Vorverkaufsstellen und unter:
Bundesweite Ticket Hotline 01806-570070
(0,20 €/Anruf inkl. MwSt. aus den Festnetzen, max. 0,60 €/Anruf inkl. MwSt. aus den Mobilfunknetzen.)
Im Foto: R. Bisso (oben) vs.Dimitrov(c) N.Kryvosheyev.jpg
