Im Maaya zeigt sich an diesem frühen Abend schnell, wie stark sich Event- und Barkultur in Berlin inzwischen miteinander verschränkt haben. Die „BBQ & Drinks Night“ mit Fokus auf Bumbu Rum Company und The Deacon Blended Scotch Whisky wirkt weniger wie eine klassische Produktveranstaltung als vielmehr wie ein offenes, bewusst niedrigschwelliges Format, das Begegnung in den Mittelpunkt stellt.

Bereits beim Ankommen wird deutlich, dass der Abend auf persönliche Gespräche und unmittelbare Erlebnisse ausgelegt ist. Im Zentrum der Präsentation steht Bumbu Original Rum, flankiert von einem Team, das die Marke sichtbar und zugleich zugänglich macht. Besonders präsent sind dabei Frederic Macher ( Area Manager)und Kristin Stöber (Regional Sales Manager Sovereign Brands), die den Austausch mit Gästen suchen, ohne ihn zu inszenieren. Ihre Rolle bleibt dabei klar: informieren, einordnen, Gespräche ermöglichen.

Diese persönliche Ebene prägt den Charakter des Abends stärker als jede formale Präsentation. Zwischen Bar, Grill und Mixing-Station entsteht ein kontinuierlicher Dialog über Herkunft, Stil und Verwendung der Produkte, der bewusst nicht belehrend wirkt. Vielmehr geht es um das Einordnen von Geschmack in alltägliche Situationen – vom ersten Schluck bis zur Kombination im Cocktail.

Für das kulinarische Fundament sorgt das Catering von House of Burgerz, das dem Abend eine zusätzliche, sehr bodenständige Ebene verleiht. Die Kombination aus rauchigen BBQ-Aromen und süß-würzigen Drinks funktioniert dabei erstaunlich selbstverständlich. Sie schafft einen Rahmen, in dem sich die einzelnen Elemente nicht gegenseitig überlagern, sondern ergänzen.

The Deacon Smoky Paloma

Im Mittelpunkt steht dabei The Deacon Blended Scotch Whisky, der in drei sehr unterschiedlichen, aber formal eng verwandten Cocktails eingesetzt wird und damit als verbindendes Element des Abends fungiert.
Die Smoky Paloma setzt auf eine klassische Spannungsachse zwischen Bitterkeit und Frische. Frischer Limettensaft trifft auf Grapefruitlimonade und wird durch Eis zu einem klaren, eher leichten Highball-Format geführt. Der Rauchcharakter des Whiskys bleibt dabei nicht dominant, sondern wirkt eher strukturierend im Hintergrund, wodurch ein Getränk entsteht, das sich zwischen Aperitif und Longdrink bewegt.

The Deacon Lemonade

Die Lemonade-Variante verschiebt den Fokus stärker in Richtung Süße und Trinkbarkeit im engeren Sinn. Zitronensaft und naturtrübe Zitronenlimonade erzeugen eine weichere, rundere Säure, die dem Whisky mehr Raum lässt, ohne ihn zu überdecken. Das Ergebnis ist ein Drink, der bewusst niedrigschwellig gehalten ist und sich stark über Frische und Leichtigkeit definiert.

The Deacon Sour:

Der Sour schließlich bildet den klassischsten Bezugspunkt innerhalb der Reihe. Mit Zitronensaft, Zuckersirup und Eiweiß entsteht eine texturierte, leicht cremige Oberfläche, die dem Getränk eine andere sensorische Tiefe verleiht. Hier zeigt sich der Whisky in einer strukturierten, fast gastronomischen Form, die weniger auf Erfrischung als auf Balance und Mundgefühl zielt.

Im Verlauf des Abends verschiebt sich der Fokus zunehmend vom Präsentationscharakter hin zu einem offenen sozialen Raum. Gespräche entstehen nebenbei, Verkostungen werden zu Nebensache und gleichzeitig zum verbindenden Element. Gerade diese Unaufgeregtheit macht den Eindruck aus: kein überhöhtes Event, sondern ein sorgfältig arrangierter, aber frei wirkender Abend, der den Berliner Sommer in seiner entspannten Form aufnimmt und weiterführt.

 

 

 

Von admin