Am Mittwoch, dem 19. November 2025, empfing Hendrik Wüst, Ministerpräsident des Landes Nordrhein‑Westfalen, gemeinsam mit Josefine Paul, Integrationsministerin, im Düsseldorfer K21 Ständehaus rund 90 Personen, die im vergangenen Jahr eingebürgert wurden, sowie ihre Angehörigen. Die eingeladenen Neubürgerinnen und Neubürger stammen aus einer Vielzahl von Herkunftsländern – darunter Syrien, Türkei, Irak, Russland, Iran, Afghanistan und die Ukraine. Wüst erklärte in seiner Ansprache, Nordrhein-Westfalen sei stark, weil die Menschen füreinander einständen – unabhängig von Herkunft, Religion oder Sprache. Jede Einbürgerung sei eine „positive Geschichte über Migration und Vertrauen“: in das Land, in dessen Werte und in eine gemeinsame Zukunft. Er rief die Neubürgerinnen und Neubürger dazu auf, ihre Erfahrungen, Ideen und Perspektiven einzubringen: „Unsere Demokratie lebt vom Mitmachen.“ Paul wies darauf hin, dass Deutschland – und gerade Nordrhein-Westfalen – ein Einwanderungsland sei und Vielfalt ein Kennzeichen der Gesellschaft sowie eine Stärke des Landes darstelle. Als Hintergrund wurde angegeben, dass im Jahr 2024 in Nordrhein-Westfalen rund 68 703 Menschen eingebürgert wurden. Zu den gesetzlichen Einbürgerungsvoraussetzungen zählen in der Regel ein rechtmäßiger Aufenthalt von mindestens fünf Jahren, ausreichende Deutschkenntnisse auf Niveau B1 oder höher, ein gesicherter Lebensunterhalt, eine geklärte Identität und Staatsangehörigkeit, keine Verurteilung wegen einer rechtswidrigen Tat sowie das Bekenntnis zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung. Der Neubürgerempfang wird in der Landesregierung als Symbol der Anerkennung der eingebürgerten Personen verstanden – zugleich stellt er einen Aufruf zur aktiven gesellschaftlichen Teilhabe dar.
