Mit der Grundsteinlegung des Riverside Labs am Berliner Nordhafen hat die Hauptstadt am Mittwoch ein Projekt gefeiert, das für die Zukunft ihrer Gesundheits- und Biotechnologiebranche von zentraler Bedeutung sein soll. Vor Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft betonte Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner die strategische Rolle der Gesundheitswirtschaft für die Entwicklung der Stadt. Berlin habe beste Voraussetzungen, sich zu einem international führenden Standort für Life Sciences zu entwickeln. Entscheidend sei nun, dieses Potenzial konsequent auszubauen.

In seiner Rede hob Wegner insbesondere die kurze Zeitspanne zwischen Bauantrag und Grundsteinlegung hervor. Nur 15 Monate nach Einreichung der Unterlagen werde bereits gebaut. Dieses Tempo müsse künftig zum Maßstab werden, sagte der Regierungschef. Schnelle Genehmigungen seien eine Voraussetzung dafür, dass Berlin im internationalen Wettbewerb um Forschung, Investitionen und Innovationen bestehen könne.

Das Riverside Labs entsteht im Health Innovation Quarter Berlin-Mitte, das sich zwischen den Standorten der Charité, dem Bayer-Campus und dem Campus Virchow-Klinikum erstreckt. Wegner verwies auf die außergewöhnliche Konzentration wissenschaftlicher Einrichtungen in unmittelbarer Nachbarschaft. Forschungseinrichtungen wie die Charité – Universitätsmedizin Berlin, das Berlin Institute of Health und weitere wissenschaftliche Akteure bildeten bereits heute eines der stärksten Gesundheitsökosysteme Europas. Das Riverside Labs werde diese Strukturen ergänzen und den Austausch zwischen Forschung, Start-ups und etablierten Unternehmen weiter stärken.

Zu den Gästen der Grundsteinlegung gehörten neben Wegner auch Franziska Giffey, Ina Czyborra sowie Rolf-Dieter Jungk. Die wissenschaftliche Seite wurde unter anderem durch Heyo K. Krömer und Doris Meder vertreten. Aus der Industrie nahmen Stefan Oelrich sowie weitere Vertreter der Gesundheitswirtschaft teil. Gastgeber waren Vincent Wege und Marcus Fißan.

Mit einem Investitionsvolumen von rund 200 Millionen Euro entsteht bis Anfang 2028 ein Forschungs- und Laborgebäude mit etwa 20.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche. Bereits vor Baubeginn sind rund 80 Prozent der Flächen vermietet. Zu den künftigen Nutzern zählen das Bayer Co.Lab sowie das Berlin Center for Gene and Cell Therapies, eine gemeinsame Initiative von Bayer, Charité und dem Berlin Institute of Health. Geplant ist unter anderem eine GMP-zertifizierte Produktionsstätte für Gen- und Zelltherapien.

Wegner bezeichnete das Vorhaben als wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Hauptstadt. Hier würden nicht nur neue Arbeitsplätze entstehen. Vielmehr gehe es darum, medizinische Innovationen schneller in die Anwendung zu bringen und damit neue Therapien für Patientinnen und Patienten zu ermöglichen. Forschung, Entwicklung und Produktion würden an einem Ort zusammengeführt. Genau diese Vernetzung sei ein entscheidender Standortvorteil Berlins.

Zum Abschluss der Veranstaltung wurde eine Zeitkapsel in das Fundament eingelassen. Sie markiert symbolisch den Beginn eines Projekts, das den Anspruch verfolgt, Berlin dauerhaft als einen der führenden europäischen Standorte für Biotechnologie, Gesundheitswirtschaft und medizinische Forschung zu etablieren.

 

Im Bild :

V. l. n. r.: Marcus Fißan, Managing Director, HENN GmbH; Dr. Doris Meder, Administrative Direktorin des BIH in der Charité; Dr. Ina Czyborra, Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege; Prof. Dr. Heyo K. Krömer, Vorstandsvorsitzender der Charité – Universitätsmedizin Berlin; Stefan Oelrich, Mitglied des Vorstands der Bayer AG; Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin; Franziska Giffey, Bürgermeisterin von Berlin, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betrieb; Dr. Rolf- Dieter Jungk, Staatssekretär im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt & Vincent Wege, Managing Director, iQ Spaces Management GmbH

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