20 Jahre BERLINRODEO: Berlin feiert sein Design
Berlin, Design und ein Abend voller Begegnungen: BERLINRODEO hat sein 20-jähriges Bestehen gefeiert. Zum Jubiläum kamen Gäste aus der Berliner Design-, Architektur- und Einrichtungsszene zusammen. Zwischen Möbeln, Materialien und ungewöhnlichen Einrichtungsobjekten wurde dabei schnell deutlich, dass es an diesem Abend nicht nur um die Geschichte eines Studios ging, sondern auch um ein Stück Berliner Designgeschichte.
Gegründet wurde BERLINRODEO 2006 in Berlin von Axel Schäfer. Aus dem zunächst auf Innenarchitektur konzentrierten Studio entwickelte sich eine Praxis, die Wohnräume ebenso wie Büros, Studios, Showrooms und andere gewerbliche Räume plant. Heute arbeitet das Unternehmen von der Uhlandstraße in Berlin aus. Zum Studio gehört außerdem ein rund 100 Quadratmeter großes [LAB], das als Ort für Ausstellungen, Veranstaltungen und Kooperationen genutzt wird.
Seit 2006 steht BERLINRODEO für Innenarchitektur, Einrichtung und individuelle Raumkonzepte. Was vor zwei Jahrzehnten begann, ist heute ein etabliertes Studio in der Berliner Designlandschaft. Zum runden Geburtstag öffnete BERLINRODEO seine Räume und machte aus dem Jubiläum einen Treffpunkt für Designer, Architekten, Kreative und Branchenvertreter.
Im Mittelpunkt standen dabei die Dinge, die sonst eher im Hintergrund bleiben: Möbel, Materialien, Licht, Farben und die vielen Details, aus denen ein Raum seine Atmosphäre erhält. Gerade darin liegt der Reiz der Innenarchitektur. Ein gut gestalteter Raum fällt nicht zwangsläufig durch spektakuläre Einzelstücke auf. Er funktioniert, wirkt selbstverständlich und erzählt dennoch etwas über die Menschen, die ihn nutzen.
Der Jubiläumsabend zeigte zugleich, wie eng Design in Berlin mit dem gesellschaftlichen Leben der Stadt verbunden ist. Hier treffen etablierte Marken auf junge Gestalter, klassische Handwerkskunst auf neue Materialien und internationale Einflüsse auf typisch Berliner Improvisationslust. Die Gäste nutzten den Abend entsprechend nicht nur zum Schauen, sondern vor allem zum Austausch und Wiedersehen.
20 Jahre BERLINRODEO sind damit auch 20 Jahre Berliner Veränderung. Seit der Gründung hat sich die Stadt stark gewandelt, ebenso die Ansprüche an Wohn- und Arbeitsräume. Offene Grundrisse, flexible Arbeitswelten, neue Formen des Wohnens und ein wachsendes Bewusstsein für Materialien und Nachhaltigkeit haben die Branche verändert. Gleichzeitig bleibt eine Frage erstaunlich konstant: Wie soll ein Raum wirken, wenn Menschen darin leben, arbeiten, essen, feiern oder einfach nur ankommen wollen?
BERLINRODEO hat diese Entwicklung über zwei Jahrzehnte begleitet. Das Jubiläum bot nun Gelegenheit, zurückzublicken und zugleich nach vorn zu schauen. Gefeiert wurde deshalb nicht mit einer nüchternen Bilanz, sondern mit dem, was Berlin besonders gut kann: Menschen zusammenbringen, Ideen austauschen und aus einem Anlass einen Abend machen.
Für die Berliner Designszene war das 20-jährige Bestehen damit mehr als ein Firmenjubiläum. Es war ein Abend über Räume, Menschen und den besonderen Berliner Geschmack, der sich nur schwer in eine einzige Stilrichtung pressen lässt. Und vielleicht passte genau das am besten zu BERLINRODEO: 20 Jahre Design, aber kein Grund, stehen zu bleiben.
Für den Jubiläumsabend sorgte MoleKühl – Molekulares Barcatering von Adrian Jambor für die passende Barbegleitung: Kreiert wurden eigens für den Abend entwickelte Drinks auf Champagnerbasis mit Reingold-Essigen als Shrubvarianten, dazu individuell ausgemixte Limonaden sowie verschiedene Barlandschaften, darunter eine Champagner- und Austernbar.
Dass die Jubiläumsveranstaltung ausgerechnet im Rahmen der DesignDays.Berlin stattfand, war dabei mehr als eine terminliche Überschneidung. Die neue Designplattform wollte Berlin vom 24. bis 26. September 2026 als Ort für den Austausch zwischen Architektur, Interior, Handwerk und Design sichtbar machen. BERLINRODEO fügte dieser Perspektive eine eigene Geschichte hinzu: die Geschichte eines Berliner Studios, das seit 2006 Räume entwirft und dabei einen Bereich bearbeitet, der im Alltag oft selbstverständlich erscheint und gerade deshalb leicht übersehen wird. Räume bestimmen, wie wir uns bewegen, arbeiten, wohnen und begegnen. Nach 20 Jahren lässt sich daran ablesen, wie sehr sich auch Berlin selbst verändert hat.
