Tom Beck und Chryssanthi Kavazi: Baby Nummer drei und ein Tag für Kinder
Berlin hatte am Donnerstag einen Tag lang eine besonders fröhliche Seite. Beim „kinderTag“ von Ferrero standen rund 50 Mädchen und Jungen aus Berliner Einrichtungen der Arche im Mittelpunkt. Statt Schulstress, Terminen und Alltag gab es Hüpfballrennen, Wurfspiele, einen Parcours und vor allem Zeit zum Spielen. Mitten im Geschehen: Schauspieler Tom Beck und seine Frau Chryssanthi Kavazi, die derzeit ihr drittes Kind erwarten. Gemeinsam mit Moritz Bleibtreu, Massimo Sinató und Anna-Carina Woitschack übernahmen sie die Patenschaft für die Kindergruppen und machten aus dem Spieletag einen Nachmittag, bei dem die Prominenten selbst schnell wieder zu Kindern wurden. Der „kinderTag“ findet bereits zum 13. Mal statt und ist Teil des Engagements von Ferrero rund um den Weltkindertag. Eingeladen waren Kinder aus sozialen Einrichtungen der Arche in Friedrichshain, an der Mozartschule und in Hellersdorf. Gerade für sie sollte es nicht einfach ein weiterer Nachmittag im Kalender sein, sondern eine Auszeit, in der es einmal nur ums Spielen, Lachen und gemeinsame Erleben ging.
Für Tom Beck und Chryssanthi Kavazi hatte dieser Tag allerdings noch eine ganz persönliche Bedeutung. Das Paar erwartet nach zwei Kindern erneut Nachwuchs. Große Erziehungspläne für Kind Nummer drei haben die beiden nicht. Beck nahm die Frage nach möglichen Fehlern aus den ersten Jahren mit Humor. Schließlich wisse man inzwischen zwar mehr, aber jedes Kind bringe seine eigene Persönlichkeit und damit auch neue Herausforderungen mit. Kavazi erlebt ihre dritte Schwangerschaft nach eigenen Worten körperlich anders als die vorherigen. Ihr Bauch sei größer, auch weil ihr Körper die dritte Schwangerschaft erlebe und sie selbst älter geworden sei. Gleichzeitig gehe sie emotional gelassener mit der Situation um. Die Aufregung der ersten Schwangerschaft sei einer Erfahrung gewichen, die sich inzwischen besser einordnen lasse.
Besonders rührend ist, worauf Kavazi beim bevorstehenden Familienzuwachs hofft. Sie selbst ist mit drei Geschwistern aufgewachsen und empfindet diese Beziehung bis heute als eines der größten Geschenke ihrer Eltern. Genau das möchte sie auch ihren Kindern mitgeben: Nähe, Vertrautheit und das Gefühl, füreinander da zu sein. „Das Schönste, was meine Eltern mir geschenkt haben, sind meine Geschwister“, sagte sie sinngemäß. Nun soll ihr drittes Kind diese Erfahrung ebenfalls machen können.
Während Kavazi an die eigene Kindheit denkt, erzählt Beck von den kleinen Ritualen, die er inzwischen mit seinen Kindern teilt. Besonders das Höhlenbauen hat es ihm angetan. Schon als Kind habe er sich beim Haareföhnen eine gemütliche Höhle gebaut. Heute macht er dasselbe mit seinem Sohn. Auch Picknicks auf dem Wohnzimmerboden gehören zum Familienalltag. Es sind diese unspektakulären Momente, die beim Berliner Kindertag plötzlich groß wirken. Denn genau darum ging es bei der Ferrero-Initiative: um gemeinsame Zeit, die im hektischen Familienalltag schnell verloren geht.
Ferrero verbindet den „kinderTag“ mit seiner internationalen Initiative „Value of Play“. Das Unternehmen verweist dabei auf wissenschaftliche Untersuchungen zum Wert des gemeinsamen Spielens. Eine von der University College London ausgewertete Forschungsarbeit untersuchte 62 internationale Studien und kam zu dem Ergebnis, dass für positive Entwicklungsimpulse vor allem die Qualität der Interaktion zwischen Kindern und Erwachsenen entscheidend ist. Eine weitere Untersuchung der University of East London beschäftigte sich mit der körperlichen und emotionalen Synchronisation von Eltern und Kindern während gemeinsamer Spielmomente. Ferrero nutzt diese Forschung als Grundlage für seine Initiative und will Familien dazu bewegen, im Alltag wieder bewusster Zeit zum gemeinsamen Spielen zu finden.
Beim Berliner „kinderTag“ wurde daraus keine wissenschaftliche Konferenz, sondern ein ziemlich lauter Nachmittag. Die Kinder rannten, balancierten, warfen und feuerten ihre Teams an. Beim Hüpfballrennen wurde um Punkte gekämpft, beim Wurfspiel mit übergroßen „Granny Pants“ wurde gelacht, und im Parcours waren Geschicklichkeit und Konzentration gefragt. Die prominenten Team-Captains ließen sich dabei auf den Ehrgeiz der Kinder ein. Am Ende war die Frage, welche Gruppe gewonnen hatte, fast nebensächlich.
Der karitative Gedanke steht bei der Veranstaltung im Vordergrund. Ferrero holt die Kinder bewusst aus sozialen Einrichtungen und ermöglicht ihnen einen gemeinsamen Erlebnistag, der für viele Familien nicht selbstverständlich ist. Die Arche unterstützt Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Verhältnissen und bietet an ihren Standorten unter anderem Betreuung, Bildungsangebote und Freizeitmöglichkeiten. Der Kindertag setzt genau dort an, wo Unterstützung nicht allein materiell verstanden werden sollte: Auch Aufmerksamkeit, Gemeinschaft und die Erfahrung, dass ein ganzer Tag einem selbst gewidmet ist, können für Kinder Bedeutung haben.
Zum Weltkindertag am 20. September verbindet Ferrero diese Veranstaltung außerdem mit einer weiteren Aktion. Unter dem Motto „Kindern eine Freude machen“ sollen 2026 insgesamt 100 Kinderwünsche erfüllt werden. Teilnehmen können Kinder im Alter von vier bis 14 Jahren; der Wert eines Wunsches darf bis zu 2.500 Euro betragen.
Auch die prominenten Gäste brachten ihre eigenen Kindheitserinnerungen mit. Moritz Bleibtreu erinnerte an seine Mutter Monica Bleibtreu und einen Satz, der ihn bis heute begleitet: Kleine Kinder brauchen Wurzeln, größere Kinder Flügel. Massimo Sinató erzählte vom gemeinsamen Basteln mit seinem Vater und davon, dass er diese Tradition inzwischen mit seinem eigenen Sohn fortführt. Anna-Carina Woitschack sprach über ihre Kindheit im Wohnwagen, die sie vor allem mit Freiheit und gemeinsamem Spielen verbindet. Kavazi wiederum hat durch ihre eigenen Kinder längst vergessene Spiele wiederentdeckt. Uno und „Mensch ärgere dich nicht“ gehören inzwischen zum Familienalltag. Ihr nächster Wunsch ist Tabu.
So wurde der Berliner Ferrero-Kindertag zu einer Mischung aus Prominententreff, Familiennachmittag und sozialem Engagement. Zwischen Tom Becks Geschichten über Wohnzimmerhöhlen, Chryssanthi Kavazis Vorfreude auf ihr drittes Kind und dem lauten Jubel der Kinder ging es letztlich um etwas ziemlich Einfaches: darum, dass Kinder Zeit brauchen, Aufmerksamkeit und Menschen, die mit ihnen spielen. Für einige Stunden gehörte diese Zeit in Berlin ganz ihnen.
