Eröff­nung der Wintersaison bei DARK MATTER: FOREST – WINTERLIGHTS von Christopher Bauder

 

Am 7. November 2025 beginnt in Berlin die Wintersaison der Ausstellungshalle DARK MATTER mit einer besonderen Neuerung: Die Licht- und Medieninstallation FOREST – WINTERLIGHTS von Christopher Bauder wird in der monumentalen TRANSFORMATOR-Kunsthalle eröffnet. Die Veranstaltung richtet sich an kunstaffine Besucher – insbesondere auch an Fach- und Führungskräfte, die sich mit Kulturprojekten, urbane Räume oder Erlebniswelten beschäftigen.

 Konzept und räumliche Dimension

Bauder transformiert einen bislang industriell geprägten Raum in eine „leuchtende Waldlandschaft“, wie es die Veranstalter formulieren. Insgesamt über 1.000 m² wird die Fläche umfassen – das Dreifache des Vorjahresformats. Rund 600 Bäume, überwiegend von der Decke hängend, sowie mehr als 250.000 Lichter, werden eingesetzt, um im Raum eine immersive Szenerie zu schaffen.

Das Motiv orientiert sich bewusst an der Tradition des kopfstehenden Tannenbaums – einer historischen Winterdeko-Form in Teilen Mittel- und Osteuropas – und interpretiert diese als Symbol zwischen Dunkelheit und Licht, Nähe und Weite, Stillstand und Bewegung. Im Zusammenspiel mit dem Soundtrack des niederländischen Musikers Chris Kuijten entsteht eine multisensorische Atmosphäre, in der Licht, Klang und Bewegung koordiniert wirken.

FOREST – WINTERLIGHTS 2025 bei DARK MATTER

Die Saisoninstallation FOREST – WINTERLIGHTS 2025 öffnet vom 7. November 2025 bis 15. Februar 2026 bei DARK MATTER an der Köpenicker Chaussee 46 in Berlin-Lichtenberg. Das Konzept stammt vom Licht- und Medienkünstler Christopher Bauder, mit Musik von Chris Kuijten.

Schlüsselmerkmale der aktuellen Edition

  • Die Fläche umfasst ca. 1.000 m², dreifach gegenüber dem Vorjahr.
  • Über 600 hauptsächlich von der Decke schwebende Tannenbäume bilden eine Waldlandschaft in großer Höhe.
  • Mehr als 250.000 Lichter (LED, Leuchtröhren etc.) sind im Raum installiert, verbunden mit Licht-Animationen und Klang.
  • Ein Eisbahn-Element wurde erstmals integriert, teilweise 400 m² Eisfläche, die durch die Installation führt.
  • Die Struktur läuft im 45-Minuten-Zyklus: Licht- und Klangsequenzen wiederholen sich über den Abend.

Künstlerische und inhaltliche Einordnung

Christopher Bauder greift mit dieser Installation mehrere Ebenen auf:

  • Die Wahl des umgekehrten (kopfüber hängenden) Weihnachtsbaums als zentrales Motiv richtet sich auf eine alte Tradition in Teilen Mittel- und Osteuropas, wo solche Bäume in der Winterzeit Decken hängen. Bauder übersetzt dieses Bild in eine große Rauminstallation, in der „Dunkelheit und Leuchten, Nähe und Weite, Stille und Präsenz sich durchdringen“.
  • Der Raum wird nicht primär als Bühne für Kunst fungiert, sondern als begehbares, multisensorisches Erlebnis: Licht, Klang und Bewegung verschmelzen. Der Besucher ist nicht nur passiver Betrachter, sondern Teil einer Inszenierung.
  • Durch die Eisbahn wird das Format hybridisiert: Ausstellung trifft Freizeitaktivität. Das erzeugt eine Verbindung von Erlebnis, Bewegungsraum und narrativer Kunst.
  • Für Führungskräfte im Kultur- und Erlebnisbereich ist hervorzuheben: Das Projekt demonstriert die Verbindung von Raum-Transformation (ehemalige Industriehalle), technischer Installation (Lighting, Sound, Bewegung) und saisonaler Strategie (Winterzeit) – ein beispielhaftes Format im aktuellen Kulturangebot.

Betriebswirtschaftliche und strategische Aspekte

Für Entscheider relevant sind folgende Punkte:

  • Flächen- und Immo­nutzung: Die Umnutzung einer Industriehalle zu einem Erlebnis- und Kulturraum zeigt Potenzial für adaptive Nutzung.
  • Publikumsbindung: Die Kombination von Kunst und Erlebnis (Eislaufen) erweitert Zielgruppen über klassische Kunstinteressierte hinaus.
  • Saisonale Ausrichtung und Timing: Die Eröffnung Anfang November nutzt das Vorweihnachts- und Wintergeschäft.
  • Umsatzquellen: Neben Eintritt („ca. 12 € regulär“) – laut Medien – entstehen Erlöse durch Eisbahn-Zusatz („+5 €“) sowie durch Gastronomie (Glühwein, Punsch) und eventuell Verleih.
  • Technische und logistische Anforderungen: Die Installation mit 600+ schwebenden Bäumen, Lichttechnik und Eisbahn erfordert hohe Investitionen, Sicherheits- und Betriebskonzepte.

Einschätzung und Hinweise für Fach- und Führungskräfte

Die Installation zeigt exemplarisch, wie Kulturformate heute gestaltet werden: großformatig, multisensorisch und erlebnisorientiert. Für Verantwortliche im Kultur- und Freizeitsektor bedeutet das: Räume müssen zunehmend als Erlebnisorte gedacht werden, nicht nur als Ausstellungsflächen. Die Herausforderung liegt in der Balance zwischen künstlerischer Integrität, Besuchererlebnis und betriebswirtschaftlicher Tragfähigkeit.

Hinweise zur Umsetzung bzw. Besucherstrom-Planung:

  • Frühe Buchung und Time-Slot-Steuerung sind zu empfehlen angesichts knapp kalkulierter Durchlaufzyklen (45 Minuten).
  • Besucherkapazitäten prüfen: Auch Bewegungselement (Eisbahn) erzeugt zusätzliche Anforderungen an Sicherheit, Betreuung und Infrastruktur (Schlittschuhverleih, Umkleide, Reinigung).
  • Kommunikation klar auf Erlebnis ausrichten: Die hybride Positionierung (Kunst + Freizeit) sollte in Marketing- und Zielgruppenansprache sichtbar sein.
  • Monitoring der Aufenthaltsdauer: Alltagsbetriebe profitieren, wenn der Besucher länger verweilt – Gastronomie und Verweilflächen sollten strategisch geplant sein.

Fazit

FOREST – WINTERLIGHTS 2025 bei DARK MATTER ist mehr als eine Lichtinstallation: Sie verbindet traditionelles Motiv (Tannenbaum) mit zeitgenössischer Licht- und Klangkunst, ergänzt durch eine Eisbahn als Erlebnisraum. Für Fach- und Führungskräfte in Kultur, Erlebniswirtschaft und Immobilien bedeutet dies ein Modellprojekt zur Diskussion: Nutzung von Großflächen, multisensorische Inszenierung, Hybridangebote und Besucherverlängerung. Eine gezielte Analyse der Besuchszahlen, Kostenstruktur und Erfolgsmessung könnte weiteren Erkenntnisgewinn liefern.

Innovation: Eisbahn im Kunstraum

Erstmals wird eine Eisbahn in die Installation integriert — mit einer Fläche von rund 400 m². Besucher können entweder eigene Schlittschuhe mitbringen oder vor Ort ausleihen. Somit wird die klassische Ausstellungsidee erweitert: Nicht nur anschauen, sondern aktiv durch die Kunst-Umgebung gleiten. Diese Kopplung von Erlebnis, Bewegung und Rauminszenierung verweist auf Trends im Kultur- und Erlebnisdesign, bei denen passive Rezeption durch partizipative Formate ergänzt wird.

Bedeutung für Kultur- und Erlebnismanagement

Für Entscheidungsträger im Kunst- und Kultursektor, Stadtentwickler oder Projektmanager von Erlebniswelten bietet die Installation mehrere interessante Aspekte:

  • Flächen- und Rauminszenierung: Der Wechsel von industriellem Raum zur immersiven Waldlandschaft zeigt, wie Adaptive Reuse und Erlebnisformate kombiniert werden können.
  • Hybridformat Kunst und Freizeit: Die Verbindung von Ausstellung und Freizeitaktivität (Eisbahn) spricht neue Zielgruppen an und schafft Umsatzpotenziale über Eintritt, Verleih, Gastronomie.
  • Technische und narrative Integration: Licht, Klang und Bewegung werden synchronisiert – ein Beispiel für moderne Medientechnik im Kulturbereich.
  • Saisonale Positionierung: Der Start Anfang November nutzt die Winter- und Vorweihnachtszeit – relevant für Marketing-, Timing- und Besuchsstrategien.

Praktische Hinweise

  • Ort: DARK MATTER (TRANSFORMATOR-Halle), Köpenicker Chaussee 46, 10317 Berlin.
  • Zeitraum: 7. November 2025 bis 15. Februar 2026.
  • Tickets: Online-Buchung empfohlen. Kombitickets mit anderen Ausstellungen verfügbar.
  • Gastronomie: Glühwein, alkoholfreier Punsch und winterliche Spezialitäten vor Ort.

Einschätzung

Die Installation „FOREST – WINTERLIGHTS“ kann als Vorbild-Projekt gelten für die Verzahnung von Kulturformaten mit Erlebnis- und Eventelementen. Insbesondere in Zeiten, in denen Kulturinstitutionen neue Zugänge suchen – etwa durch Mehrwert-Erlebnisse, höhere Aufenthaltsdauer, digitale Begleitung oder Erlebnisräume außerhalb klassischer Museumsroutine –, zeigt dieses Konzept eine zukunftsweisende Ausrichtung. Für Fach- und Führungskräfte in Kulturmanagement, Standortmarketing oder Immobilienentwicklung ist dies ein Praxisfall, der Fragen zu nachhaltiger Nutzung von Räumen, Publikumsbindung, Erlebnisqualität und Wirtschaftlichkeit aufwirft.

Von admin