Der Gewinner des Deutscher Zukunftspreis 2025 wurde am Abend des 19. November in Berlin bekanntgegeben: Ausgezeichnet wurde das Team von Robert Bosch GmbH (Stuttgart) mit den Ingenieurinnen und Ingenieuren Christoffer Uhr, Kai Weeber und Pierre Andrieu für ihr Projekt „Kraftpaket fürs Klima – Fernverkehr-Lkw mit Wasserstoff elektrisch betreiben“.
Damit setzte sich das Brennstoffzell-Antriebssystem für schwere Lastwagen gegenüber den beiden anderen Nominierten durch.
Am Abend des 19. November 2025 wurde im historischen Industriebau des Kraftwerk Berlin in Berlin die feierliche Verleihung des Deutscher Zukunftspreis durch Frank‑Walter Steinmeier vollzogen. Die Stunde war gekommen, nachdem die Jury am selben Tag in geheimer Sitzung über die drei nominierten Teams entschieden hatte.
Die Wahl des Veranstaltungsortes war bewusst gewählt: Das Kraftwerk Berlin, eine ehemalige Heizkraftanlage aus der Zeit der Berliner Mauer, war nach seiner Wiedernutzung zu einem Veranstaltungsforum geworden – die denkmalgeschützte Turbinenhalle bot eine eindrucksvolle Kulisse für die Auszeichnung technologischer Innovationskraft. Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik versammelten sich dort ab 18 Uhr, die Gala wurde per Livestream übertragen. Während des Abends wurden die drei nominierten Projekte filmisch vorgestellt und anschließend durch den Bundespräsidenten geehrt.
Die Preisverleihung verband die visuelle und technische Inszenierung des Ortes mit der thematischen Ausrichtung des Preises: Innovationsleistung, Umsetzbarkeit und gesellschaftlicher Nutzen standen im Mittelpunkt. Nach der offiziellen Übergabe fand ein Fototermin mit dem Bundespräsidenten, dem prämierten Team und den Nominierten statt. Die Veranstaltung machte einmal mehr deutlich, dass Forschung und Technik nicht in Elfenbeintürmen verbleiben, sondern in marktfähige Anwendungen münden können – und dies in einem Setting, das Architektur, Industriekultur und Zukunftsvision verbindet.
Am 17. September 2025 wurden im Deutsches Museum in München die drei Finalistenteams für den Deutscher Zukunftspreis 2025 vorgestellt – dem Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation, der erstmals 1997 vergeben wurde. Der mit 250 000 Euro dotierte Preis honoriert Forschung und Ingenieurleistungen, die einerseits wissenschaftliche Exzellenz aufweisen, andererseits marktfähige Lösungen bieten.
Das erste nominierte Team – bestehend aus Dr. Mark Bischoff, Dr. Gregor Stobrawa und Dirk Mühlhoff – von der Carl Zeiss Meditec AG in Jena hat eine neue Methode zur Korrektur von Fehlsichtigkeit entwickelt: Mithilfe ultrakurzer Lichtimpulse und ohne große Schnitte wird Gewebe aus der Hornhaut entfernt – das Verfahren verspricht kürzere Heilzeiten, geringere Risiken und Wegfall von Brille bzw. Kontaktlinsen. Das zweite Team – Dr. Anne Lamp, Sina Spingler und Niklas Rambow vom Hamburger Start-up traceless materials GmbH – stellt biobasierte Kunststoffe vor, die auf pflanzlichen Reststoffen beruhen, vollständig biologisch abbaubar sind und bestehende Maschinen in der Verarbeitung nutzen können. Das dritte Team – Christoffer Uhr, Kai Weeber und Pierre Andrieu von der Robert Bosch GmbH in Stuttgart – entwickelt ein Brennstoffzellen-Antriebssystem, mit dem schwere Fernverkehrs-Lkw mit Wasserstoff betrieben und gegenüber herkömmlichen batterieelektrischen Modellen beträchtlich Nutzlast gewinnen können.
Die drei Projekte zeigen deutlich, wie breit das Spektrum technischer Innovationen ist: Augenlasertechnik, nachhaltige Werkstoffe, klimafreundliche Mobilität. Sie verbinden Grundlagen- und Spitzenforschung mit Anwendungs- und Marktperspektive – ein zentrales Kriterium des Zukunftspreises. Die Jury hat am 19. November 2025 in Berlin ihre Entscheidung getroffen und im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung durch Frank‑Walter Steinmeier . Mit der Bekanntgabe der Nominierungen ist bereits ein Signal gesetzt: Technologien, die heute in Deutschland entwickelt werden, können eine Rolle spielen bei der Bewältigung globaler Herausforderungen – von Gesundheit über Kreislaufwirtschaft bis zu klimaneutraler Logistik.
Die Nominierten 2025
Sehkorrektur für Millionen Menschen
Ultrakurze Lichtimpulse ermöglichen minimal-invasives Augenlaserverfahren
Dr. Mark Bischoff
Dirk Mühlhoff
Dr. Gregor Stobrawa
Carl Zeiss Meditec AG, Jena
Biomasse statt Mikroplastik
Innovative Biomaterialien ersetzen fossile Kunststoffe
Dr.-Ing. Anne Lamp
Niklas Rambow
Sina Spingler
traceless materials GmbH, Hamburg
Kraftpaket fürs Klima
Fernverkehr-Lkw mit Wasserstoff elektrisch betreiben
Christoffer Uhr
Pierre Andrieu
Kai Weeber
Robert Bosch GmbH, Stuttgart
