Der FC Internationale Berlin gewinnt ZUKUNFTSPREIS DES BERLINER SPORTS
Während sich in den italienischen Alpen die Athletinnen und Athleten der Olympischen Winterspiele mit Blick auf Medaillenränge messen, richtete sich am Abend des 19. Februar 2026 im Berliner Roten Rathaus der Fokus auf einen anderen Aspekt von Sport: die gesellschaftliche Wirkung des organisierten Ehrenamts. Dort verlieh der Landessportbund Berlin (LSB) im Rahmen seiner jährlichen Auszeichnung, dem Zukunftspreis des Berliner Sports, Preise an Vereine, deren Projekte über das Spielfeld hinausreichen und aktuelle Herausforderungen der Stadtgesellschaft adressieren.
Der Zukunftspreis, 2025 bereits in seiner 14. Auflage, ist ein breit angelegter Wettbewerb, der kreative und nachhaltige Initiativen im vereinsorganisierten Sport sichtbar machen will. Ziel ist es, Projekte zu würdigen, die gesellschaftliche Verantwortung übernehmen, etwa in den Bereichen Umwelt, Integration, Inklusion, Kinder- und Jugendsport oder Digitalisierung. Der Wettbewerb wird vom Landessportbund gemeinsam mit Partnern wie der Lotto-Stiftung Berlin, der Berliner Stadtreinigung und der Volkssolidarität Berlin getragen und ist mit insgesamt 25 000 Euro dotiert.
Den ersten Preis und 7 000 Euro erhielt der FC Internationale Berlin 1980 e. V., ein Fußballverein aus Schöneberg mit rund 1 300 Mitgliedern aus mehr als 70 Nationen. Ausgezeichnet wurde sein Projekt „INTERgenerational Climate Captains“, das auf ein integratives Nachhaltigkeitskonzept zielt: Zwölf im Verein ausgebildete „Climate Captains“ treiben Maßnahmen zur CO₂-Reduktion, zur Förderung der Biodiversität und zur Abfallvermeidung voran. Vorgesehen sind unter anderem eine Fahrrad-Reparaturstation, begrünte Sportanlagen, Mülltrennsysteme und wassersparende Infrastruktur. Seit 2021 ist der Klub als erster nachhaltig zertifizierter Amateurverein Deutschlands anerkannt.
Auf dem zweiten Platz landete der Berliner Athletik Klub 07 e. V., der sich im Rahmen der bundesweiten Initiative „move2respect“ des Makkabi-Dachverbands für Toleranz, Akzeptanz und gegen Antisemitismus sowie antimuslimischen Rassismus engagiert hat. Zentraler Baustein des Projekts war ein Tandemformat, das Aktive aus der Jüdischen Gemeinde Deutschlands und dem Verein zusammenführte, um gegenseitiges Verständnis zu stärken und konkrete Maßnahmen für Respekt und Zusammenhalt zu entwickeln.
Den dritten Rang belegte der Rugby Klub 03 Berlin e. V., der mit seinem Engagement zur Förderung des Mädchenrugbys hervorstach. Der Verein hat in den vergangenen Jahren drei reine Mädchenteams (U11, U15, U18) gegründet und setzt damit auf einen Sport, der neben physischen Fähigkeiten auch Werte wie Disziplin, Solidarität und Selbstbewusstsein vermittelt. Rugby dient hier als Instrument der Stärkung junger Frauen in einem traditionell männerdominierten Sportumfeld.
Insgesamt wurden 20 Projekte ausgezeichnet, die diese Bandbreite an Engagement und Innovation im Berliner Vereinswesen widerspiegeln. Die Preisträger zeigen, dass organisierter Sport in der Stadt weit mehr ist als Wettbewerb und Bewegung: Er fungiert als Plattform für gesellschaftliche Teilhabe, Nachhaltigkeitsarbeit und interkulturellen Austausch. Dieser Anspruch, Vereine als Motoren für sozialen Fortschritt zu begreifen, zieht sich seit der Einführung des Zukunftspreises durch das Programm des LSB. Der Verband versteht den Preis als ein Instrument, das nicht nur Anerkennung, sondern auch Impulse für eine zukunftsfähige Vereinslandschaft setzt.
Platz eins: FC Internationale Berlin 1980 e. V.
Im FC Internationale Berlin 1980 e. V. sind etwa 1300 Fußballspielende in mehr als 50 Teams und aus über 70 Nationen organisiert. Für sein ambitioniertes Engagement im Klimaschutz mit dem Projekt „INTERgenerational Climate Captains“ erhält der Verein den mit 7000 Euro prämierten Zukunftspreis des Berliner Sports. Zwölf vom Verein ausgebildete Climate Captains haben im vergangenen Jahr umweltfreundliche Projekte in fünf Themenfeldern (CO₂-Reduktion, Biodiversität, Abfallvermeidung und Kreislaufwirtschaft, Wasserverbrauch sowie Kommunikation) im Verein auf den Weg gebracht. Zu den beschlossenen Maßnahmen zählen unter anderem eine Fahrrad-Reparaturstation und Fahrgemeinschaftsorganisation, Begrünungskonzepte für die Sportanlage, Mülltrennsysteme und Tauschregale, wassersparende Infrastruktur sowie eine sichtbare Nachhaltigkeitskommunikation direkt am Sportplatz. Die Ergebnisse wurden im Oktober 2025 vereinsintern vorgestellt und breit kommuniziert. Seit 2021 ist der FC Internationale als erster nachhaltiger Amateurverein Deutschlands zertifiziert.
Weitere Infos: https://www.inter-berlin.de/
Platz zwei: Berliner Athletik Klub 07 e. V.
Der zweite Platz geht an den Berliner AK 07, der sich im Rahmen der bundesweiten Initiative „move2respect“ des gemeinnützigen Makkabi Deutschland e. V. gezielt für Toleranz, Akzeptanz sowie gegen Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus eingesetzt hat. Kern des Projekts war ein Tandemformat, das jüdische und muslimische Aktive aus der Jüdischen Gemeinde Deutschlands und dem Berliner AK 07 zusammenführte. Ziel war es, gegenseitiges Verständnis zu fördern und die Teilnehmenden zu befähigen, eigenständig Maßnahmen für Respekt, Vielfalt und Zusammenhalt in ihren Vereinen umzusetzen.
Weitere Infos: https://www.bak07.de/
Platz drei: Rugby Klub 03 Berlin e. V.
Berlins größter Rugby-Verein erobert mit dem Projekt „Förderung des Mädchenrugbys“ den dritten Platz. Der Rugby Klub 03 Berlin e. V. hat in den vergangenen Jahren drei reine Mädchenteams (U11, U15, U18) gegründet und setzt damit auf die Kraft des Kontaktsports, um Mädchen und junge Frauen zu stärken. In der Projektbeschreibung heißt es, Rugby vermittele nicht nur sportliche Fähigkeiten, sondern auch wichtige Werte wie Disziplin, Integrität, Leidenschaft, Respekt und Solidarität, die auf und neben dem Spielfeld gelebt werden. Für den Verein ist Rugby ein Instrument für Female Empowerment: Mädchen lernen ihre körperliche Stärke kennen, entwickeln Selbstbewusstsein und erfahren, wie sie sich im Team und im Leben behaupten können.
