Am 15. Februar 2026, dem Internationalen Kinderkrebstag, lenkt in Berlin erneut eine Initiative den Blick auf ein Thema, das in der medizinischen und gesellschaftlichen Debatte oft an den Rand gedrängt wird: Krebs im Kindesalter. Zum dritten Mal lädt der Verein Cancel Cancer e.V. zu einer Veranstaltung im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele Berlin („Berlinale“) in die Fabrik 23  ein. Anlass und Ziel sind nicht Filmkunst allein, sondern die bewusste Verbindung von Kultur, Öffentlichkeit und dem Kampf gegen eine der schwersten Diagnosen, die ein Kind und seine Familie treffen kann.

Krebs zählt zu den seltenen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter, doch seine Folgen sind tiefgreifend. In Deutschland erkranken laut Fachverbänden jährlich etwa 2.200 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren an einer onkologischen Erkrankung. Die häufigsten Formen sind Leukämien, Hirntumore und Lymphome. Trotz erheblicher Fortschritte in Diagnose und Therapie bleibt Krebs die zweithäufigste Todesursache in dieser Altersgruppe; zugleich können heute etwa 80 Prozent der betroffenen Kinder geheilt werden, was vor allem der intensiven Forschungsarbeit und spezialisierten Therapien zu verdanken ist.

Cancel Cancer e.V. wurde von Fachleuten aus Film, Hotellerie und Sozialpädagogik gegründet und versteht sich als gemeinnütziger Verein, der die Kinderkrebsforschung und psychosoziale Unterstützung betroffener Familien fördern will. Initiatoren sind Timo Wentzel, Daniel Littau, Manuel Mohnke und Andreas Olenberg; Produzent Nico Hofmann fungiert als Schirmherr. Der Verein nutzt prominente Botschafter aus Medien, Film und Sport, um die Sichtbarkeit des Anliegens zu erhöhen. Zu den Unterstützenden gehören unter anderem Schauspieler und Kulturschaffende wie Amira Aly, Amy Mußul, Chryssanthi Kavazi, Frederick Lau, Joris, Hassan Akkouch, Maria Wedig, Sabin Tambrea, Soleen Yusef, Sven Martinek, Timur Bartels, Tom Beck und Ulrike Frank.

Im Zentrum der diesjährigen Arbeit des Vereins steht die gezielte Unterstützung krebskranker Kinder durch Ernährungs- und Bewegungstherapie. Diese ergänzenden Maßnahmen zielen darauf ab, die Belastungen durch Standardtherapien abzufedern und Lebensqualität zu verbessern – ein Aspekt, der zunehmend auch in wissenschaftlichen und klinischen Fachkreisen Beachtung findet. Therapeutische Konzepte, die über die reine Tumorbekämpfung hinausgehen, sind wesentlicher Bestandteil moderner onkologischer Versorgung. Eine wachsende Zahl von Initiativen und Studien betont, wie Ernährung und körperliche Aktivität die körperliche und psychische Resilienz von jungen Patientinnen und Patienten stärken können.

Der Internationale Kinderkrebstag selbst wurde 2002 von der Internationalen Vereinigung der Eltern krebskranker Kinder (ICCCPO) ins Leben gerufen und wird seither am 15. Februar jedes Jahres begangen. Er dient als globaler Aktionstag, um Bewusstsein, Solidarität und politische Aufmerksamkeit für Kinder mit Krebs und ihre Familien zu schaffen. International setzt sich an diesem Datum eine Vielzahl von Organisationen mit Informationskampagnen, Aufrufen zum Solidaritätstragen und Fundraising-Aktionen auseinander, um auf die besonderen medizinischen, psychischen und sozialen Herausforderungen aufmerksam zu machen, die mit einer Krebserkrankung im Kindesalter verbunden sind.

Schirmherr der Veranstaltung ist Nico Hofmann, zu den Botschafter:innen gehören unter anderen Amira Aly, Amy Mußul, Chryssanthi KavaziFrederick Lau, Joris, Hassan Akkouch, Maria Wedig, Sabin Tambrea, Soleen Yusef, Sven Martinek, Timur Bartels, Tom Beck und Ulrike Frank.

In Deutschland greifen neben Cancel Cancer e.V. auch etablierte Stiftungen wie die Deutsche Kinderkrebsstiftung und die José Carreras Leukämie-Stiftung den Aktionstag auf, um auf Forschungslücken und Versorgungsbedarfe hinzuweisen sowie langjährige Unterstützungsprogramme vorzustellen. Ihre Arbeit umfasst sowohl die Förderung klinischer Forschung als auch psychosoziale Begleitung, Rehabilitation und familiäre Hilfe, um den oft langwierigen Krankheitsverlauf ganzheitlich zu adressieren.

Timo Wentzel, Initiatoren Cancel Cancer e.v.: „Wir wollen Kinderkrebs aus der Tabuzone holen und dorthin bringen, wo er hingehört: ins öffentliche Bewusstsein.
Mit Cancel Cancer e.V. nutzen wir Kultur, Film und gesellschaftliche Netzwerke, um Aufmerksamkeit in Hoffnung zu verwandeln – und Hilfe in echten Fortschritt.“

Nico Hofmann, Produzent und Schirmherr Cancel Cancer e.V.:

„Cancel Cancer zeigt eindrucksvoll, wie viel im Kampf gegen Kinderkrebs durch gemeinsames Engagement erreicht werden kann. Timos Einsatz ist einfach unglaublich – weil tiefes menschliches Empfinden dahintersteckt. Ich bin stolz, den Verein als Schirmherr zu begleiten – und freue mich, dass dieser besondere Event im Rahmen der Berlinale dazu beiträgt, Aufmerksamkeit und Unterstützung für diese wichtige Arbeit zu gewinnen.“

Mit dem Event in der Berlinale-Woche stellt Cancel Cancer e.V. kein einmaliges gesellschaftliches Ereignis dar, sondern reiht sich ein in eine wachsende Bewegung, die Krebs im Kindesalter aus der Tabuzone holen will und ihn als gesellschaftliche Herausforderung begreift, die kollektive Aufmerksamkeit, strukturelle Unterstützung und nachhaltige Forschung erfordert. Der Verein versteht Kultur nicht als bloße Bühne, sondern als Instrument, Aufmerksamkeit in Hoffnung und Fortschritt zu verwandeln – für die betroffenen Kinder, ihre Familien und die Wissenschaft, die täglich an besseren Lösungen arbeitet.

Von admin