Felix Schönebeck lädt Jugendliche in Tegel zu Gratis-Burgern und Politik
In Tegel setzt CDU-Bezirksverordneter und Abgeordnetenhauskandidat Felix Schönebeck auf einen ungewöhnlichen Zugang zur politischen Bürgernähe: eine Stunde lang kostenlose Burger. Gemeinsam mit dem Restaurant Burger Brothers an der Berliner Straße 9 lud Felix Schönebeck Jugendliche zu einer Bürgersprechstunde der etwas anderen Art ein.
Felix Schönebeck , der in Tegel geboren und aufgewachsen ist und heute dort politisch aktiv ist, wollte dabei weniger über klassische Wahlkampfthemen sprechen als mit jungen Menschen überhaupt ins Gespräch kommen. Die Resonanz war nach seinen Angaben groß. Schon kurz nach Beginn der Aktion versammelten sich zahlreiche Jugendliche vor dem Restaurant. Es ging um Burger, Fotos und vor allem um Begegnungen. Schönebeck bezeichnete die Veranstaltung selbst als eine Art „Bürgersprechstunde“, nur eben mit einem kostenlosen Burger als Einstieg.
Der politische Hintergrund ist für Felix Schönebeck durchaus ernst. Er erreicht nach eigenen Angaben über TikTok, Instagram, Facebook und YouTube bereits viele Menschen. Gerade soziale Medien ermöglichen zwar einen schnellen Kontakt, bleiben aber häufig anonym. „Man will ja die Leute mal live und persönlich treffen“, beschreibt er den Gedanken hinter der Aktion. Die Burger sollten deshalb vor allem eine niedrige Schwelle schaffen, um miteinander ins Gespräch zu kommen.
Für Felix Schönebeck ist das auch deshalb interessant, weil ein erheblicher Teil der Besucher noch gar nicht wählen darf. Bei einer solchen Aktion gehe es ihm ausdrücklich nicht darum, möglichst viele Stimmen zu gewinnen. „Die meisten sind gar nicht im Wahlalter“, sagt er. Zudem stammten die Jugendlichen nicht ausschließlich aus seinem Wahlkreis. Schönebeck kandidiert bei der Abgeordnetenhauswahl am 20. September 2026 für den Wahlkreis 2 in Reinickendorf-West, Tegel-Süd und Wittenau.
Der 36-jährige Jurist ist seit 2018 Bezirksverordneter in der Bezirksverordnetenversammlung Reinickendorf und gehört dort unter anderem dem Ausschuss für Stadtentwicklung an. Im Ausschuss für Ordnung, Grünflächen, Umwelt und Natur ist er Fachsprecher. Zudem führt er seit 2021 den CDU-Ortsverband Tegel.
Felix Schönebeck will mit der Burger-Aktion vor allem einen Gedanken vermitteln: Politik müsse nicht erst beginnen, wenn jemand wahlberechtigt ist. Gerade junge Menschen sollten sich frühzeitig dafür interessieren, was in ihrem unmittelbaren Umfeld entschieden wird. Das betrifft Fragen des Stadtteils ebenso wie größere politische Themen. „Es geht mir jetzt gar nicht darum, dass ich gewählt werde“, sagt Felix Schönebeck . Entscheidend sei vielmehr, dass Jugendliche Politik nicht nur als etwas wahrnähmen, das in Parlamenten oder im Unterricht stattfindet, sondern als etwas, das unmittelbar vor ihrer Haustür wirksam wird.
Dass dafür ausgerechnet ein Burgerrestaurant als Treffpunkt gewählt wurde, ist dabei kein Zufall. Burger Brothers liegt direkt an der Berliner Straße in Tegel, nahe dem U-Bahnhof Alt-Tegel. Das Restaurant ist dort seit Jahren etabliert und spricht mit seinem Angebot ein vergleichsweise junges Publikum an. Osman der Inhaber ist begeistert von der Resonanz.
Die Aktion zeigt damit auch eine Veränderung politischer Kommunikation. Während klassische Bürgersprechstunden meist in Parteibüros, Rathäusern oder auf Informationsständen stattfinden, versucht Schönebeck, politische Ansprache dorthin zu verlagern, wo junge Menschen ohnehin unterwegs sind. Social Media dient dabei als erster Kontakt, die Begegnung vor Ort als zweiter Schritt. Für einen Kommunalpolitiker, der selbst stark auf digitale Reichweite setzt, ist das ein konsequenter Versuch, aus virtuellen Kontakten reale Gespräche zu machen. Ob aus dem Gratis-Burger politisches Interesse entsteht, lässt sich an einem Abend kaum messen. Aber zumindest für eine Stunde wurde Politik in Tegel zu einem Gespräch, das nicht im Sitzungsraum begann, sondern an der Burger-Theke.
