Der Weihnachtsmarkt an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ist zurück – und mit ihm der festliche Zauber, der den Breitscheidplatz Jahr für Jahr in ein funkelndes Wintermärchen verwandelt. Am 24. November 2025 wurde die 42. Auflage des traditionsreichen Marktes feierlich eröffnet, begleitet vom Regierenden Bürgermeister Kai Wegner und der Bezirksbürgermeisterin Kirstin Bauch. Schon am Vormittag stimmte der traditionelle Schaustellergottesdienst in der Gedächtniskirche auf die Adventszeit ein, bevor sich am Abend die Lichter über dem Platz entzündeten und die Besucher in glänzende Vorfreude tauchten.

Rund 100 festlich geschmückte Stände bilden ein funkelndes Dorf aus Holzbuden und Lichtergirlanden. Über allem strahlt der imposante Lichtteppich des Berliner Künstlers Andreas Boehlke, der sich rund 400 Meter über den Köpfen der Gäste spannt und den Markthimmel in ein strahlendes Sternenzelt verwandelt. Gleich neben der mahnenden Kirchenruine erhebt sich der große Weihnachtsbaum – geschmückt mit 8.000 orange-silbernen Kugeln, die im Glanz der Beleuchtung wie ein glühendes Schmuckstück leuchten.

Zwischen Glühweingärten, überdachten Sitzplätzen und wärmenden Feuerschalen mischen sich Düfte, die zum Advent gehören wie Kerzenschein und Weihnachtslieder: frisch gebrannte Mandeln, heiße Schokolade, Schmalzgebäck, Schokofrüchte und die unvermeidliche Bratwurst. Wer es gemütlicher mag, findet in der beliebten Hirschstube der Schaustellerfamilie Roden ein warmes Plätzchen – mit Flammkuchen, Currywurst, Gänse- und Entenspezialitäten sowie vegetarischen Varianten, serviert im rustikalen Ambiente.

Doch der Markt ist nicht nur ein Ort zum Genießen, sondern auch einer für Zusammenhalt und Mitgefühl: Am 5. Dezember schenken AG City und der Schaustellerverband Glühwein für den guten Zweck aus – jeder Becher unterstützt den Wärmebus und damit Menschen, die Hilfe besonders dringend benötigen. Am 31. Dezember kehrt in der Gedächtniskirche traditionell Stille ein, wenn der Jahresschlussgottesdienst der Schausteller stattfindet.

Für Sicherheit ist umfassend gesorgt: Polizei- und Sicherheitsdienste sind dauerhaft präsent, ein Infomobil steht für Fragen bereit, und der Markt ist komplett barrierefrei zugänglich. Trotz Verkehrseinschränkungen rund um die Kant-, Tauentzien- und Budapester Straße strömen die Besucher – rund eine Million werden in diesem Jahr erwartet.

Ob zum Staunen, zum Treffen mit Freunden, zum Genießen oder einfach zum Innehalten: Der Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche bleibt ein Ort großer und kleiner Glücksmomente – ein leuchtendes Kapitel Berliner Winterkultur, mitten im Herzen der City-West.

Von admin